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Wolle-Künstler ohne Siegel

aus DER SPIEGEL 38/1992

Verbunden sind sie, wenn auch nur locker, durch wärmendes Material: die Künstlerin Rosemarie Trockel, die schon manches gestrickte Woll-Werk entworfen hat, auch in Pulloverform, und ihr Kollege, ein Erfinder schwarzweißer Buchstaben-Tafeln mit dem wolligen Namen Christopher Wool. Beide werden im September-Heft der Zürcher Kunstzeitschrift Parkett vorgestellt und planten daher, ein gemeinsames Zeichen auf den Schutzumschlag zu setzen: das Markenzeichen für reine Schurwolle. Arglos ging der Verlag sogar den »Wollsiegel-Verband« um ein Inserat in solchem »Product-Placement-Umfeld« an. Doch für das Kunstwollen, spielerisch ein Emblem der Kommerzwelt zu zitieren, hatten die Wollsiegel-Bewahrer keinen Sinn. Bierernst verbaten sie sich seinen Gebrauch außer »zur Kennzeichnung von Wollsiegel-Produkten und deren Bewerbung«.

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