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Woody Allens neue Sex-Komödie

aus DER SPIEGEL 30/1982

Ein bißchen Shakespeare, ein bißchen Bergman, untermalt von Mendelssohn-Bartholdy - Woody Allens neuer Film »A Midsummer Night's Sex Comedy«. Es ist ein erotisches Verwirrspiel in einem Landhaus um die Jahrhundertwende. Allen spielt einen Börsenmakler, der mit seiner frigiden Frau und zwei anderen Paaren den Sommer verbringt - einem schwadronierenden Professor und seiner mannstollen Braut (Mia Farrow) sowie einem liebesbedürftigen Arzt und seiner heiratswütigen Geliebten. Die wechselseitigen Begehrlichkeiten, die Launen und Lüste und die Geistesakrobatik in dieser Intellektuellen-Clique sind der Hintergrund für Allens - inzwischen milderen - Witz. Die amerikanische Kritik war sich einig: An »Manhattan«, seinen letzten großen Erfolg, reicht der Film nicht heran. »Newsweek« nannte ihn ein »hochklassiges, aber lauwarmes Machwerk«, und die »Village Voice« sprach Allen die Fähigkeit ab, je sein Vorbild Bergman zu erreichen; er besitze weder dessen »lyrischen Ausdruck noch dessen Sinnlichkeit«.

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