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REGISSEURE Zadeks Geständnisse

aus DER SPIEGEL 12/2007

Mit den Komödien von Shakespeare hatte er immer Probleme, die habe er »noch nie gut gemacht«, und trotzdem, so erzählt Peter Zadek, 80, in dem gerade erschienenen Interviewband »Nahaufnahme Peter Zadek« (Alexander Verlag, Berlin), habe er mit Shakespeare-Inszenierungen wie »Hamlet« oder »Othello« seine großen Erfolge gefeiert. Einige der Inszenierungen sind ihm immer noch ein Geheimnis: Warum »Der Widerspenstigen Zähmung« so gut geklappt habe, »verstehe ich bis heute nicht - vielleicht wegen des unsagbar schönen Bühnenbildes von Horst Sagert«. Der Autor und Theaterkritiker Klaus Dermutz hat dem Regisseur für sein Buch in ausführlichen Gesprächen so manches Geständnis, vor allem aber anarchische Betrachtungen über seine »drei Theatergötter« Tschechow, Ibsen und Shakespeare entlockt. Mit Letzterem ist er noch lange nicht durch: Mitte April beginnt Zadek in Berlin mit den Proben für die Shakespeare-Komödie »Was ihr wollt« und hat dafür noch einmal seine alten Stars wie Angela Winkler, Susanne Lothar, Eva Mattes und Otto Sander verpflichtet (Premiere am 17. Juni bei den Wiener Festwochen). Für Winkler und Lothar wird es das erste Mal sein, dass sie gemeinsam auf der Bühne stehen. »Ich freue mich heute schon auf die Szenen zwischen den beiden«, meint Zadek. »Denn sie bringen wirklich komplett andere Welten auf die Bühne mit.« Ende April wird der Regielegende der »Europa-Preis für Theater« verliehen.

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