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Zeitschriften

aus DER SPIEGEL 15/1972

Rechtzeitig, bevor in Axel Springers Koralle-Verlag die Comic-Zeitschrift »Zack« erscheint, um jüngeren Jugendlichen (laut Untertitel) »Jede Woche Spaß, Entspannung, Abenteuer« zu bescheren, hat der Münchner Heinz-Moos-Verlag das erste Heft von »Panel« herausgebracht, einer Vierteljahresschrift für »Comics, Literatur, Film, Fernsehen« und im Niveau eher auf ältere Jugendliche zielend. Redakteure sind Reinhold C. Reitberger und Wolfgang J. Fuchs, die bei Moos bereits den dicken Bilderband »Comics -- Anatomie eines Massenmediums« edierten; sie bevorzugen diese Disziplin denn auch in »Panel« übermäßig: Nur ein Sechstel des Heftes (Umfang: 88 Seiten) befaßt sich mit Literatur, Film, Fernsehen, der Rest ist Comic. Manchmal auch komisch: wenn da etwa unter der Rubrik »Comics Classic« über 30 Seiten hinweg ein gerade fünfjähriger Streifen abgedruckt wird. Und manchmal ist »Panel« auch ärgerlich: wenn es etwa im »Verlagsporträt« ein kritiklos-verklärtes Helden-Bild des Comic-Manns Rolf Kauka ("Fix und Foxi") gibt, ohne nur zu erwähnen, wodurch der eigentlich in der Branche bekannt wurde -- durch Bilderstorys, voll von Chauvinismus und bräunlichem Mief.

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