Mehr als vier Jahre nach ihrem Tod Zsa Zsa Gabor erhält Ehrengrab in Budapest

Sie kehre »endlich nach Hause zurück«, sagte der Witwer: Die sterblichen Überreste der Schauspielerin Zsa Zsa Gabor werden in ihrer ungarischen Heimat bestattet. Ihre letzte Reise wurde standesgemäß zelebriert.
Zsa Zsa Gabor in ihrem Haus in Bel Air 1990

Zsa Zsa Gabor in ihrem Haus in Bel Air 1990

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Paul Harris / Getty Images

Die aus Budapest stammende Hollywoodschauspielerin Zsa Zsa Gabor erhält in ihrer Geburtsstadt ein Ehrengrab. Mehr als vier Jahre nach ihrem Tod wird die Urne mit der Asche der Diva an diesem Dienstag in einer Künstlerparzelle des Kerepescher Friedhofs beigesetzt. Dies bestätigte der deutsche Prinz Frédéric von Anhalt, Gabors letzter Ehemann, der Budapester Tageszeitung »Blikk«.

»Zsa Zsa kehrt endlich nach Hause zurück«, sagte von Anhalt demnach. Es war wohl immer Zsa Zsa Gabors Anliegen, wie einst Vater Vilmos in ihrer Heimat Ungarn begraben zu werden. Die offiziellen ungarischen Stellen hätten Gabors letzten Wunsch, in Heimaterde begraben zu werden, dankend aufgenommen. Auf dem Kerepescher Friedhof sind bedeutende Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte bestattet. Gabor erhält ein Ehrengrab in einer Parzellenreihe, in der große Künstler ruhen.

Die Urne mit ihrer Asche hatte von Anhalt nach Gabors Tod zu sich nach Hause genommen. »Ich habe sie mitgebracht«, sagte er den »Blikk«-Reportern. Wie die Münchner »Abendzeitung«  berichtete, sei Frédéric von Anhalt mit Gabors Asche aus Los Angeles über Großbritannien und Deutschland nach Ungarn geflogen. Angemeldet habe er das nicht. Die Urne sei First Class mit ihm geflogen.

Bereits am Samstag hatte der Ungarische Hollywood-Rat, ein privater Verein zur Pflege des Andenkens an die in die USA ausgewanderten ungarischen Filmschaffenden, das Urnenbegräbnis angekündigt.

Die Schauspielerin war am 18. Dezember 2016 im Alter von 99 Jahren gestorben. Nach ihrer Jugend in der Schweiz und einer ersten geplatzten Ehe mit einem türkischen Diplomaten war sie ihrer Schwester Eva 1941 nach Hollywood gefolgt. Ihr letzter von insgesamt neun Ehemännern war der adoptierte deutsche Prinz Frédéric von Anhalt.

»Die Trauergäste ersuche ich, nicht in schwarzer Kleidung zu kommen«, sagte der Witwer in dem Zeitungsinterview. »Feiern wir sie so, wie sie war.« Wer wolle, könne ihre Lieblingsblumen – gelbe und rosarote Rosen – aufs Grab legen.

Zur »AZ« sagte Frédéric von Anhalt: »Es wird keine Trauerfeier, sondern eine wunderbare Lebensfeier. So hat es Zsa Zsa gewollt. Sie hat mir zu Lebzeiten gesagt: ›Leute, die am Grab weinen, sind Fake. Die wollen alle nur ans Erbe.‹«

nga/dpa
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