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Akademikerinnen Frauen verdienen beim Berufsstart weniger

Studentinnen sind schneller, schlauer und qualifizierter als ihre männlichen Kommilitonen. Trotzdem bekommen sie im Beruf niedrigere Einstiegsgehälter, wie die Studentenspiegel-Umfrage zeigt. Die Unterschiede betragen oft einige hundert Euro monatlich.

Ihren Bildungsvorsprung können junge Absolventinnen beim Berufsstart nicht ummünzen. Obwohl Studentinnen an der Hochschule mehr Tempo vorlegen und dabei auch mehr Zusatzqualifikationen erwerben als Studenten, zahlt sich das im ersten Job nicht aus. Im Gegenteil: In fast allen Fachrichtungen erhalten männliche Absolventen deutlich mehr Geld.

Das ergab die Online-Umfrage "Studentenspiegel 2", die DER SPIEGEL und McKinsey unter 25.000 Berufsanfängern durchgeführt haben. Demnach benötigen Studentinnen in den meisten Fachrichtungen weniger Semester, in denen sie - bei gleich guten Abschlussnoten - zudem mehr Praktika und Auslandsaufenthalte absolvieren als die männlichen Studenten.

Wie der "UniSPIEGEL" in der Titelgeschichte des neuen Heftes ("Vorsicht, Frau!") berichtet, sind die Geschlechter-Unterschiede beträchtlich. So bekommen männliche Betriebswirte und Wirtschaftswissenschaftler im Schnitt über 500 Euro brutto im Monat mehr, bei Chemikern, Volkswirten und Politikwissenschaftlern liegt der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen bei über 400 Euro.

Lediglich die Germanistinnen erhalten beim Berufseinstieg mehr als ihre männlichen Mitstreiter - im Monat durchschnittlich 14,30 Euro brutto.

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