Fachkräftemangel Berlin will Erziehern Brennpunktzulage zahlen

Berlin will Bundesgelder aus dem Gute-Kita-Gesetz nutzen, um den Erzieherberuf attraktiver zu machen - vor allem in sozialen Brennpunkten. An Schulen greift eine ähnliche Maßnahme bereits.

Mittagessen in der Kita: Tausende Erzieher sollen Bonus erhalten
Julian Stratenschulte / DPA

Mittagessen in der Kita: Tausende Erzieher sollen Bonus erhalten


Berlin will Kita-Erzieherinnen und -Erziehern in sozialen Brennpunkten ab Mitte 2021 eine Zulage zahlen. Sie soll rund 300 Euro pro Monat betragen, wie Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD) mitteilte. Das Extrageld solle dazu beitragen, in Zeiten von Fachkräftemangel mehr Menschen für den Erzieherberuf zu gewinnen.

Nach Schätzungen der Behörde könnten von den rund 30.000 Kita-Erzieherinnen und -Erziehern rund 4600 die Zulage bekommen. Sie soll den Angaben zufolge zumindest in den ersten beiden Jahren mit 25 Millionen Euro vom Bund bezahlt werden. Das Geld stammt aus dem sogenannten Gute-Kita-Gesetz.

Die genauen Kriterien für die Zulage stehen Scheeres zufolge noch nicht fest. Allgemein geht es um Fachkräfte in Kitas, in denen viele Kinder aus sozial benachteiligten Familien und Kinder mit sprachlichen Defiziten betreut werden. Sogenannte Brennpunktzulagen erhalten in Berlin seit Kurzem bereits Lehrer und Erzieher an bestimmten Schulen.

Insgesamt stellt der Bund den Ländern von 2019 bis 2022 über das Gute-Kita-Gesetz 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Auf Berlin entfallen 239 Millionen Euro. Der Berliner Senat will damit mehr als ein Dutzend Vorhaben finanzieren, um die Kita-Qualität zu erhöhen.

fok/dpa



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