Berufsstart Lieber nicht Chef werden

Für die Gründung einer eigenen Firma braucht man eine gute Idee, Wissen, Courage. Daran fehlt es deutschen Studenten offenbar: Nur jeder Zwölfte will ein Unternehmen aufbauen, die klare Mehrheit schielt nach einer Angestellten-Karriere.


Unternehmergeist scheint nicht durch deutsche Unis zu wehen: Lediglich 7,9 Prozent der deutschen Studenten streben nach einer Vergleichsstudie der Universität St. Gallen direkt nach dem Studium eine Unternehmensgründung an. Das ist Minusrekord. Die überwiegende Mehrheit hat ein vermeintlich sicheres Angestelltenverhältnis im Auge.

Selbst nach fünf Jahren Berufserfahrung sehen die Pläne nicht viel zupackender aus: Zwar wollen dann immerhin 26,8 Prozent der Akademiker ein eigenes Unternehmen aufbauen, doch im Vergleich der 14 untersuchten Länder liegt Deutschland damit weit unter dem Schnitt von 34,6 Prozent. Schuld ist angeblich vor allem die fehlende Ausstattung mit Kapital.

Doch auch die fehlenden Business-Ideen und die lange Zeit trübe wirtschaftliche Situation des Landes tragen nach Meinung der befragten Hochschüler maßgeblich dazu bei, dass nur wenige den Schritt in die Selbständigkeit wagen.



© UniSPIEGEL 6/2006
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