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Alkohol und Drogen Betrunkene BMW-Arbeiter legen Fließband still

Das wird teuer: Zwei BMW-Arbeiter haben unter Alkohol- und Drogeneinfluss die Produktion im Münchner Werk gestoppt und damit hohen Schaden verursacht. Was droht den beiden?
Produktion bei BMW (Archivbild)

Produktion bei BMW (Archivbild)

Foto: A3528 Armin Weigel/ dpa

Die Mischung war fatal, die Folgen erheblich. Mit viel Alkohol und einem Joint mit synthetischer Kräutermischung haben sich zwei BMW-Arbeiter dermaßen abgeschossen, dass sie die Produktion des Werks in München lahmgelegt haben. Das Fließband stand für 40 Minuten still.

Kurz vor dem Ende ihrer Spätschicht kollabierten die beiden, Kollegen riefen den Notarzt. Es sei das erste Mal gewesen, dass die Produktion wegen Alkohol oder Drogen gestoppt werden musste, teilte BMW mit. "Der Schaden beläuft sich auf einen mittleren fünfstelligen Betrag", sagte ein Sprecher über den Vorfall, der sich bereits Anfang März ereignet hatte. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Natürlich gebe es bei BMW im Fall von Drogen- oder Alkoholmissbrauch am Arbeitsplatz disziplinarische Maßnahmen, so Unternehmenssprecher Julian Friedrich auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Was das im Fall der beiden Mitarbeiter konkret bedeute, wollte Friedrich aber nicht sagen.

Grundsätzlich sei ein Rausch mit solchen Folgen Anlass genug für eine fristlose Kündigung, sagt Thomas Becker, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Potsdam: "Strittig könnte allerdings sein, ob da vorher eine Abmahnung erfolgen muss. Dies ist eine Einzelfallentscheidung; das müsste ein Arbeitsgericht klären."

Beim Schaden, den die beiden BMW-Mitarbeiter verursacht haben, sieht der Jurist jedoch kaum Interpretationsspielraum. "Es handelt sich hier um grobe Fahrlässigkeit - und den Schaden werden die beiden wohl in voller Höhe ersetzen müssen." Anders sei das bei normaler Fahrlässigkeit: Da beschränke sich die Haftung des Arbeitnehmers auf maximal drei Monatsgehälter.

him/dpa
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