In Kooperation mit

Job & Karriere

Bewerberzahlen Bundeswehr wird bei Abiturienten beliebter

28.000 zivile und militärische Jobs hatte die Bundeswehr 2017 zu vergeben. Und auf jede Stelle kamen vier Bewerber - viele mit Abitur oder Fachhochschulreife.
Assessmentcenter der Bundeswehr

Assessmentcenter der Bundeswehr

Foto: Henning Kaiser/ picture alliance / dpa

Immer weniger Männer und Frauen haben Interesse am freiwilligen Wehrdienst - aber insgesamt ist die Bundeswehr als Arbeitgeber durchaus beliebt. 2017 gab es einen neuen Höchststand bei Bewerbern mit Fachhochschulreife oder Abitur.

Im vergangenen Jahr besaßen knapp 43 Prozent der insgesamt rund 125.000 Bewerber für militärische und zivile Stellen einen solchen Schulabschluss. 2016 hatte ihr Anteil noch bei rund 36 Prozent gelegen. Das geht aus Zahlen des Verteidigungsministeriums hervor, über die zuerst die "Rheinische Post" berichtete.

Der Anteil der Bewerber mit Mittlerer Reife sank von 39 auf rund 36 Prozent, derjenigen mit Hauptschulabschluss von 24 auf 20 Prozent. Etwa 16 Prozent hatten bereits einen Berufsabschluss.

Von allen 125.000 Bewerbern erhielten rund 28.000 einen Job - als Soldaten oder zivile Mitarbeiter. Rein rechnerisch kamen also mehr als vier Bewerber auf jede Stelle. Das Verteidigungsministerium wertet das als Erfolg: Die Bundeswehr stehe schließlich "bei einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote mit einer starken Wirtschaft in Konkurrenz um immer weniger Schulabsolventen", so eine Sprecherin. Sie weist auch darauf hin, dass die Bewerber sich keineswegs nur für zivile Jobs, sondern auch für militärische interessieren.

Der Freiwillige Wehrdienst richte sich explizit an Bewerber, die lediglich kürzere Zeiträume bei der Bundeswehr bleiben wollen. Dass deren Zahl zurückgehe, sei auch im Interesse der Bundeswehr, denn sie wolle ihre Angestellten lieber länger an sich binden.

Die Streitkräfte werden auch für Frauen immer beliebter: Sie stellen inzwischen zwölf Prozent des militärischen Personals. Nach Öffnung aller Laufbahnen für Frauen im Jahr 2001 stieg ihre Zahl von damals 6721 auf knapp 15.000 vor zehn Jahren auf zuletzt 21.200.

Reportage: Panzerbrigade statt Musikstudium

Deutsche Welle
vet/AFP
Mehr lesen über Verwandte Artikel