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Job & Karriere

Fleißige Schüler Nebenjob beeinflusst Noten kaum

Besorgte Eltern können aufatmen: Schule und Nebenjob sind gut vereinbar. Wer nach Schulschluss jobbt, hat kaum schlechtere Noten als Jugendliche ohne Nebenverdienst. Zu früh sollten Schüler allerdings nicht in die Arbeitswelt einsteigen, rät das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in einer neuen Studie.

Handy, Markenklamotten, später vielleicht Mofa oder Auto sind Statussymbole unter Schülern. Wer sich was leisten will, muss dafür arbeiten. Mit Babysitten, Rasenmähen, Zeitungen austragen fängt es an, im Supermarkt Regale zu einräumen oder an der Kasse zu sitzen sind ebenfalls beliebte Jobs bei Schülern.

Doch Eltern machen sich zuweilen Sorgen: Leidet nicht die Schulleistung unter der lukrativen Beschäftigung am Nachmittag? Sie leidet nicht, fast nicht, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin herausgefunden hat.

Die Note in Deutsch habe beispielsweise bei Schülern ohne Job im Schnitt bei 2,8 gelegen, bei Schülern mit Job bei 2,9, ergab eine DIW-Untersuchung. Schlechtere schulische Leistungen sehen die Forscher nur bei Jugendlichen, die schon sehr früh einen Nebenjob haben: Wenn Kinder bereits vor ihrem 14. Geburtstag jobben,, erhalten sie später im Schnitt in allen Hauptfächern etwas schlechtere Noten.

Auf Freizeitbeschäftigungen wie Sport oder Musik hat ein Nebenjob indes keine nachteilige Wirkung. Im Gegenteil: "Jugendliche, die bereits gejobbt haben, sind des Öfteren in der Gruppe derer zu finden, die mindestens einmal pro Woche musizieren oder Sport treiben", stellt das Institut fest. Junge Leute, die am Nachmittag einer Arbeit nachgehen, sind demnach aktiver, engagieren sich häufiger ehrenamtlich.

Rund sieben Prozent aller Jugendlichen haben bereits mit 13 oder davor einen Nebenjob, jeweils elf Prozent fangen ab 14 und 15 Jahren mit Nebentätigkeiten an. Allerdings geht die Mehrheit, 63 Prozent, erst nach dem 17. Lebensjahr oder gar nicht arbeiten.

Beruf und Einkommen der Eltern spielen nach DIW-Angaben übrigens keine Rolle bei der Entscheidung der Jugendlichen, sich einen Nebenjob zu suchen.


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