Frei und willig Wie aus dem Zivi ein ganz neuer Dienst enstand

Wer nach der Schule nicht gleich in eine Ausbildung oder ins Studium will, kann einen Freiwilligendienst antreten. Wege dorthin gibt es viele. SPIEGEL ONLINE stellt in mehreren Folgen fünf junge Leute vor, die für fast kein Geld Großes leisten. Teil 3: Charlotte, träumt vom Medizinstudium.

Es war einmal...: der Zivi. Heute dürfen im Bundesfreiwilligendienst auch Mädchen ran
dapd

Es war einmal...: der Zivi. Heute dürfen im Bundesfreiwilligendienst auch Mädchen ran


Der Zivildienst, mit dem Generationen junger Männer der Wehrpflicht auswichen und mal mehr, mal weniger sinnvolle Arbeit machten, ist hin. Um den Wegfall der Helfer auszugleichen, erfand das Bundesfamilienministerium den "Bufdi" - ein putziges Wort, das den Bundesfreiwilligendienst (BFD) beschreibt und an den "Zivi" erinnern soll.

35.000 Freiwillige, männliche und weibliche, sollen die Zivis ersetzen, die seit der Aussetzung der Wehrpflicht nicht mehr meist im sozialen Bereich Dienst tun. Zum Start holperte das neue Programm, nur 17.300 Stellen wurden besetzt.

Trotz des zögerlichen Starts des "Bufdi" - Frewilligendienste im In- und Ausland (etwa mit den geförderten Programmen weltwärts und kulturweit) sind höchst begehrt: als Orientierungsphase zwischen Schule und Studium, Ausbildung und Berufseinstieg oder als gemeinnützige Auszeit für zwischendurch.

Die Klassiker heißen Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ), sie werden von den Bundesländern koordiniert und ihr Angebot ist stark überlaufen sind. Im Sommer 2011 tobte ein kleiner Kompetenzstreit zwischen Bund und Ländern darum, wer wie viele Dienste anbieten darf - was den Bewerbern aber herzlich egal sein kann. Egal ob "Bufdi", FS- oder FÖJ draufsteht - drin ist Freiwilligenarbeit in den selben Bereichen und bei gleicher Vergütung.

Der Schulspiegel stellt in loser Folge Freiwillige vor, die in der Natur, mit kranken Menschen oder einfach dort, wo eine helfende Hand gebraucht wird, ein Jahr gegen eine kleine Aufwandsentschädigung arbeiten.

Teil 1: Jonne Rebber, 20, hilft in der Seemannsmission. mehr...
Teil 2: Ilka Beermann, 20, zieht Würmer aus dem Wattenmeer. mehr...
Teil 3: Charlotte Rippin, 18, wischt eine Menge Blut auf. mehr...
Teil 4: Aliaksandra, 22, bändigt kleine Chaoten. mehr...

vew

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