Jobben als Student Was, wann, wo, wie viel?

Das deutsche Steuer- und Versicherungsrecht ist eine harte Nuss - auch für Studenten. Mit dem Flyer "Jobben 2002" hat das Deutsche Studentenwerk jetzt einen nützlichen Leitfaden veröffentlicht und weist auf die Risiken und Nebenwirkungen von Jobs neben dem Studium hin.


Call Center: Einer der "beliebtesten" Studentenjobs
DPA

Call Center: Einer der "beliebtesten" Studentenjobs

Ob sie wollen oder nicht: Die meisten Studenten müssen nebenher arbeiten, um sich Leben und Ausbildung finanzieren zu können. Insgesamt sind über zwei Drittel aller Studierenden auch während der Vorlesungszeit erwerbstätig, wie die jüngste Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (DSW) zeigt.

Doch kaum einer kennt all die verworrenen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen, auf die man sich bei seinem Nebenverdienst einlässt. Als kleine Hilfe im Paragrafen-Dschungel hat das Deutsche Studentenwerk am Dienstag die Broschüre "Jobben 2002" veröffentlicht - "damit jeder schon vorher weiß, worauf er sich einlässt", so DSW-Generalsekretär Dieter Schäferbarthold.

Dieter Schäferbarthold: Gegen Risiken und Nebenwirkungen
DSW

Dieter Schäferbarthold: Gegen Risiken und Nebenwirkungen

So müssen Studierende zum Beispiel keineswegs mit ihrem Verdienst unterhalb der berühmten 325-Euro Grenze bleiben. Auch darüber hinaus können sie jobben, sollten allerdings die jährliche Höchstmarke von 7.188 Euro - inklusive Bafög - nicht aus den Augen verlieren. Denn ansonsten müssten die Eltern zukünftig auf ihren Kindergeldanspruch verzichten.

Doch nicht nur das "wie viel", sondern auch das "wann" kann entscheidend sein. Während der vorlesungsfreien Zeit etwa gelten andere Bestimmungen für Nebenjobs als mitten im Semester. Und selbst zu hohe Praktikanten-Gehälter können die Betroffenen schon Einbußen kosten. So wirken sich auf die Bafög-Förderung bereits monatliche Zusatzeinnahmen ab 352 Euro negativ aus.

Aber auch für Arbeitgeber bietet der Leitfaden des DSW sinnvolle Hinweise, ob, warum und in welchem Rahmen es sich lohnt, Studenten oberhalb der 325 Euro-Grenze zu beschäftigen. Ebenso ist bei der komplizierten Gesetzeslage nicht jedem klar, wie man zum Beispiel die Lohnsteuerabzüge richtig handhabt.

In erster Linie sind die Informationen auf dem zweiseitigen Flyer aber für Studenten gedacht. Denn, so Schäferbarthold, "Risiken und Nebenwirkungen beim Jobben" sollten bekannt sein.



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