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Talente an der Schauspielschule Nervenkrieg um einen Platz auf der Bühne

Sie sind ehrgeizig, sie sind viele, sie wollen auf großen Bühnen spielen und würden fast alles dafür geben. Aber zuvor wartet an der Schauspielschule ein unbarmherziger Bewerbungsmarathon - zum Beispiel am berühmten Max Reinhardt Seminar in Wien. Volker ter Haseborg begleitete junge Talente, die zunächst nur Nummern sind, zum Vorsprechen.

Wie ein Fallbeil hängt der große Vorhang über der Bühne. Wenn er fällt, werden 262 Kandidaten raus sein. Aus, vorbei, sie können nach Hause fahren. Doch der mächtige rote Schleier mit dem goldenen Rand fällt nicht. Noch nicht.

Spielen wollen sie. Auf den Brettern, die für sie die Welt bedeuten. Dafür sind sie nach Wien gekommen. Dafür wollen sie jetzt alles geben. Von einem Mann im schwarzen Ledermantel werden sie wie Gladiatoren in die Arena geführt. Der kleine Tunnel, der zum Theater führt, schluckt sie und spuckt sie nach wenigen Metern gleich neben der Bühne wieder aus. Gleißendes Scheinwerferlicht blendet sie.

Für das wunderschöne Schlosstheater Schönbrunn haben die Kandidaten jetzt kein Auge: die vergoldeten Logen, den Himmel mit bunten Figuren aus der Antike und dem riesigen Bundesadler. Vor ihnen sitzen zehn Menschen an einem langen Tisch. Sie haben Zettel vor sich, auch ein Glas Wasser. "Welche Staatsbürgerschaft haben Sie?", fragt ein älterer Mann mit blonden kurzen Haaren und markanten Falten um den Mund. Welchen Schulabschluss, welche Bühnenerfahrung? Und: "Welche Rollen haben Sie vorbereitet?" Die Stimme klingt kalt. "Bitte sehr." Der Mann zeigt auf die Bühne.

Ein einschüchterndes Procedere

75 Jahre ist es her, da gründete der berühmte Regisseur Max Reinhardt in Wien das Seminar im Schlosstheater Schönbrunn. Später zog die Schule in das mondäne Palais Cumberland um. Schauspieler sollten hier ausgebildet werden, auch Regisseure. Reinhardt, der in Berlin mehrere Häuser leitete und mit Carl Zuckmayer und Bertolt Brecht zusammenarbeitete, wollte sein Wissen an junge Menschen weitergeben: Rolleninterpretation, Bühnen- und Kostümkunde, Dramaturgie, Tanz, Fechten und viele andere Fächer. Mittlerweile hat die Schule Universitäts-Status. Nach acht Semestern dürfen sich die Absolventen Diplomschauspieler nennen.

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Wiener Schauspielschule: Die wahre Kunst des Theaters künden

Foto: David Ausserhofer

Schnell wurde die Wiener Schule zu einer der renommiertesten im deutschsprachigen Raum und bildete Stars wie Senta Berger, Maria Schrader, Klaus Löwitsch und Franz Xaver Kroetz aus. Das motiviert. Jedes Jahr bewerben sich mehrere hundert junge Menschen und tragen in der ersten Prüfungsrunde vier Rollen - zwei moderne, zwei klassische - vor. Nach erneutem Vorsprechen in der zweiten schafft es nur ein Bruchteil der Kandidaten auch in die dritte und letzte Runde.

Von Montag bis Donnerstag ist es immer die gleiche, zähe Prozedur: Zehn Kandidaten werden aufgerufen und einzeln durch den Tunnel geschleust. Die Jury tagt hinter verschlossenen Türen und kreuzt auf den Bögen hinter der Nummer "Ja" oder "Nein" an. Wer die Mehrheit hinter sich hat, kommt weiter. In den Pausen schreiten die Talent-Richter vor die Tür. Alle Augen der Bewerber, die im Schlossgarten ihrem Prüfungsergebnis entgegenfiebern, blinzeln dann in ihre Richtung. Doch die Juroren sind in angeregte Unterhaltungen vertieft, lachen ab und zu schallend, ignorieren die vielen Augenpaare scheinbar konsequent.

So funktioniert Macht am Max Reinhardt Seminar.

Ab und an gesellen sich Studenten des Seminars zu den Frischlingen und erzählen von ihren Engagements "an der Burg", wie sie das Burgtheater Wien nennen. Einschüchternd ist das.

Nummer 222, bitte sehr, danke sehr

Das letzte "Bitte sehr", der letzte Fingerzeig Richtung Bühne hat Nummer 222 gegolten. Nummer 222 ist 21 Jahre alt, männlich und heißt im wirklichen Leben Sebastian Winkler. Doch das dürfen die zehn Menschen in der ersten Reihe des Schlosstheaters bis zum Ende des Auswahlverfahrens nicht wissen. Um nicht von großen Namen geblendet zu werden, denn viele renommierte Schauspieler wollen ihre Kinder auf dem Max Reinhardt Seminar sehen.

Sebastians Eltern sind keine berühmten Schauspieler. Seit der Grundschule, als er in Michael Endes "Momo" den Straßenkehrer Beppo spielen durfte, will er Schauspieler werden, erzählt Sebastian später. Er gründete eine Jugendtheater-Gruppe, spielte in einem Kurzfilm mit. Und dann waren da seine Eltern. Die sagten, dass er doch ein Standbein brauche, dass Schauspielerei doch brotlose Kunst sei. Sebastian begann eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Um seine Eltern zu beruhigen. Nach anderthalb Jahren war Schluss. Er schmiss die Lehre und bewarb sich an Schauspielschulen. "Jetzt weiß ich, dass ich nichts anderes will."

Nun hat er nur noch seine Rolle im Kopf. Lanzelot Gobbo ist sein Name: jener Diener des Juden Shylock aus William Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig", der ausreißen will von seinem Dienstherren, weil er in dem Juden einen Teufel sieht.

Sebastian hat sich ein halbes Jahr auf diese Szene vorbereitet. Wenn der Teufel aus ihm spricht, setzt sich Gobbo eine Sonnenbrille auf, plagt ihn das Gewissen, nimmt er die getönten Gläser ab. Selbst die Augen verzerren sich diabolisch, wenn Lanzelot zum Sprachrohr des Bösen wird. Der Shakespeare-Text geht Sebastian flüssig über die Lippen. "Danke, danke sehr", tönt es von fern. Der Monolog ist vorbei, Nummer 222 kann wieder durch den Tunnel ins Freie.

"Die leiern alles herunter"

Warten heißt es nun. Bis die Referentin des Seminarleiters Nummern auf ein Blatt Papier schreiben, es an die Tür hängen und scheinbar gleichgültig wieder entschwinden wird. Dann werden sie herbeieilen, die Lanzelots, Romeos und Werthers, die Emilias, Marie Stuarts und Julias. Sie werden hoffnungsvoll nach ihren Nummern suchen. Wenige werden jubeln, viele weinen oder um Fassung ringen.

"Vier Fünftel der Leute stehlen uns unsere Zeit", sagt Günter Einbrodt, der Mann mit den kurzen blonden Haaren und den ausdrucksvollen Falten um den Mund, während er in einer Pause eine Zigarette raucht. Genervt ist der Institutsvorstand des Max Reinhardt Seminars. Unter den letzten zehn Kandidaten war ein Grieche, der mit stockender Stimme einen Hamlet-Monolog zertrümmerte, "anstatt das Stück zu ergründen", grummelt Einbrodt. Auch eine 39-jährige Rumänin in Militärkluft hat ihn kräftig geärgert. "Ein guter Schauspieler ist die Union aus dem, was er tut, und dem, was er ist. Ich als Zuschauer muss völlig vergessen, dass ich im Theater sitze."

Doch das komme nur seltenen Fällen vor. "Mir fällt in den letzten fünf Jahren immer stärker auf, wie mangelhaft sich die Leute vorbereiten. Sie können gerade mal den Text lesen, stehen dann auf der Rampe und leiern alles herunter. Es wird immer schwerer, Substanz herauszusuchen." Vor allem, seit in allen Fernsehsendern Soap Operas und Talentshows über den Bildschirm flimmerten und sich alles und jeder dort bewerbe.

Einbrodt muss zurück in den dunklen Theatersaal. Anstrengend sei es zu erkennen, ob nicht irgendwo doch ein Funken Talent aufglühe, sagt er noch. Sicher, viele seien aufgeregt und machten deshalb Fehler. "Doch die Bewältigung der Angst ist das täglich Brot eines Schauspielers."

Drinnen geht es weiter. Alle zehn Minuten führt der Mann mit dem schwarzen Ledermantel einen neuen Kandidaten in den Saal. Eine Union soll ein guter Schauspieler also sein. Nummer 217 ist keine Union. Sie will die Emilia Galotti sein, aus dem berühmten Werk von Lessing. Doch zu aufgesetzt wirkt die Panik vor dem Tod, außerdem hat Nummer 217 ihre Gesichtszüge für den gesamten Monolog eingefroren. "Danke schön. Vielen Dank", ruft Einbrodt schon nach wenigen Minuten. Und auch die 228, ein 21-jähriger Deutscher, wird schnell unterbrochen. Das Rauschen der Klimaanlage schluckt sein Flüstern, seine Gestik beschränkt sich auf nervöses Händefuchteln. Pause.

Sebastian nimmt die erste Hürde, Mathias spricht "Alle meine Entchen", die Jury tagt im Weißen Saal - acht Freudenschreie und viele lange Gesichter

Lesen Sie im zweiten Teil:

"Oft merkt man schon nach ein, zwei Sätzen, dass eine Darbietung völlig daneben ist", sagt Sprech-Ausbilderin Adelheid Pillmann. Gute Schauspieler müssten eine eigene Vorstellung vom dem entwickeln, was ihnen der Text sagt, "das müssen sie auch sichtbar machen." Wie ein Bildhauer sei ein Schauspieler: "Ich greife etwas auf, was bereits existiert, und forme es weiter."

Einheit von Sprache und Darstellung, sinnhafter Rhythmus, Kooperation von Zeit und Ton, das sind die Ansätze, die am Reinhardt-Seminar vertieft werden. Die Sprache sei so zu lernen, dass das Wort des Dichters zu den Zuhörern fließt, sagt Adelheid Pillmann. "Allerdings entzieht sich ein großer Bereich unserer Lehre." Aufgeschlossenheit und Lebenserfahrung müssten einfach da sein. Ihre Kollegin Eva Tacha-Breitling, ebenfalls Lehrerin für Sprache, versucht ihren Talent-Begriff so zu erklären: "Talent ist etwas, was mir geschenkt ist, etwas, wofür ich mich nicht anstrengen muss."

Donnerstagabend. Unter der Überschrift "Folgende Kandidaten sind für die 2. Runde zugelassen" stehen 33 Nummern auf dem Zettel. Auch Nummer 222. Sebastian hat die erste Hürde genommen, am Freitag darf er um neun Uhr erneut vorsprechen. Alle Kandidaten, die in die zweite Runde kommen, hätten das Zeug, im Seminar aufgenommen zu werden, hat Günter Einbrodt am Montag gesagt.

Sebastian ist aus dem Rennen

Sebastian hat also das Zeug. Doch am nächsten Tag gehört er nicht zu den elf Glücklichen, die in die letzte Runde einziehen. Sein Moritz aus "Frühlings Erwachen" und sein Don Juan hatten die Jury nicht überzeugt. Nie wird er erfahren, warum. Sie hätten zu wenig Zeit, das zu erörtern, sagen die Professoren. Man könnte auch sagen: Sie haben keine Worte dafür. Zu offensichtlich sind ihre Schwierigkeiten, wenn sie einen brauchbaren Talent-Begriff definieren sollen. "Die suchen bestimmt auch verstärkt nach Sympathie aus", folgert Sebastian verbittert.

Vier junge Männer und sieben junge Frauen haben es in die dritte Runde geschafft - nicht mehr im Schlosstheater, sondern im Palais Cumberland. Ein Symbol dafür, dass die Kandidaten bereits einen Fuß über die Türschwelle des Seminars gesetzt haben. Rahul, Mathias, Max und Simon sind dabei. Bis die Professoren endgültig entscheiden, werden noch fast acht Stunden vergehen. Acht Stunden, in denen die Bewerber regelrecht geröntgt werden.

Die jungen Männer werden in den holzverkleideten Gymnastikraum geführt. Wieder heißt es warten, nicht wissen, was auf einen zukommt. "Das ist eine ungeheure Nervenbelastung, die wir täglich mit uns herumtragen", stöhnt Max, 20. "Das wollen die doch nur. So was muss ein Schauspieler abkönnen", belehrt ihn der ebenfalls 20-jährige Mathias. Simon und Rahul hören ihre Konkurrenten nicht. Simon, 22, Politikstudent aus München, läuft apathisch im Gymnastikraum auf und ab und rezitiert Liedertexte. Rahul, 19, aus Berlin, sitzt auf einer Bank und hat die Augen geschlossen. Endlich: Martina Sagmeister kommt herein und betastet die Wirbelsäulen der Kandidaten. "Mal sehen, ob wir das in vier Jahren hinkriegen", murmelt die Lehrerin für körperliches Basistraining, als der pummelige Max, Nummer 449, an der Reihe ist.

Mathias scheitert schon an der Tonleiter

Dann lässt sie Musik einspielen. Die Jungs sollen sich im Takt bewegen, klatschen, im Rhythmus atmen. Später studiert Sagmeister eine bestimmte Schrittfolge ein. Dazu müssen die Kandidaten tanzen, zu Country, Rock oder Pop. "Versucht nicht zu spielen", mahnt die Trainerin, als Max und Rahul zu kaspern beginnen. "Stellt euch vor, dass ihr die Musik bedient." Und als die beiden ungläubig schauen: "Ihr tut so, als ob ihr verliebt seid und zusätzlich auch noch verliebt spielt. Das hält doch kein Mensch aus."

Mit den Übungen will die Trainerin testen, wie beweglich die Kandidaten sind. "Wenn sie einen Rhythmus nicht halten können, dann können sie auch keinen Spannungsrhythmus in einem Theaterstück halten", sagt sie, als die Prüflinge verschwitzt in der Umkleidekabine verschwinden. "Der Körper muss sich verändern können für verschiedene Figuren."

Im ersten Stock, hinter schallisolierten Türen, wartet schon Michael Kienzl, Professor für Musikregie. Vorsingen ist angesagt. Mathias ist dran. Doch nicht mal die Tonleiter kann der Zivildienstleistende aus Berlin singen. "Kannst du denn irgendwas singen, Nummer 400?", fragt ihn Kienzl. Nein, antwortet Mathias, er sei furchtbar unmusikalisch. Doch damit gibt sich Kienzl nicht zufrieden. "Dann sprich mir halt 'Alle meine Entchen' vor, als ob es eine ganz tolle Nachricht wäre." Es funktioniert. Als Mathias draußen ist, findet Kienzl, dass der Kandidat etwas vermitteln konnte, obwohl er keinen Ton getroffen hat. "Doch musikalisch müssten wir bei Null anfangen, wenn er genommen wird."

Auch Theaterstars schafften es nur knapp

Die letzte Station ist wieder die Bühne. Zunächst sollen die Kandidaten mit einem anderen Bewerber improvisieren, dann mit einem Studenten, der bereits am Reinhardt-Seminar ausgebildet wird. Danach geht es zum Rollen-Unterricht mit zwei Professoren. Die Rollen aus dem Vorsprechen werden vertieft, verändert, perfektioniert. "Ein talentierter Schauspieler muss mich auf der untersten unfachlichen Ebene interessieren. Ich muss ihm einfach zuhören können", sagt Jurymitglied Achim Benning.

Benning sind schon viele Talente begegnet. Er hat sich vom Theatergehilfen zum Schauspieler hochgearbeitet, später vom Regieassistenten zum Regisseur am Wiener Burgtheater. Zehn Jahre war er Intendant der berühmten Bühne. "Körperliche und sprachliche Fähigkeiten sind eher Nebensächlichkeiten", findet er, "ein guter Schauspieler muss mich einfach als menschliches Wesen interessieren. Das ist das Entrée." Schwer sei es, ein Talent zu entdecken, "vor allem wenn man versuchen muss zu erkennen, was jemand kann, auch wenn er schauerlichen Unsinn produziert."

Johanna Wokalek, jetzt gefeierte "Burg"-Schauspielerin, kam vor ein paar Jahren nur mühsam durch die Prüfung. "Weil sie eigentlich schlecht war", sagt Benning. Doch irgendetwas hatte Wokalek, was die Jury beeindruckte. Das Talent, sympathisch zu wirken, obwohl das Vorsprechen schlecht lief? Auf jeden Fall das Talent, Bennings Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und ihn zu animieren, ihre Aufnahme ins Seminar durchzuboxen.

Freitag, 17.30 Uhr. Alle Prüfungen sind beendet, der Bewerbungsmarathon geht in seine letzte, grausame Runde. Im "Weißen Saal" trifft sich die Jury zur entscheidenden Diskussion. Jetzt zählt es. Jetzt fetzen sie sich um die Kandidaten, um ihre persönlichen Favoriten, die sie am Institut ausbilden wollen.

Draußen sitzen die Kandidaten und die Studenten, die im Vorjahr dieselben Höllenqualen durchlitten. "Eigentlich wollte ich nur eine Runde weiterkommen", versucht sich Mathias aus Berlin auf den Fall vorzubereiten, dass er eine Absage erhält. Rahul und Simon haben sich wieder zurückgezogen und kommen erst zum Vorschein, als ein Mann vor die Tür tritt und drei Nummern aufruft, die von Simon und zwei Mädchen. Voller Hoffnung folgen die drei ihm. Dann werden die anderen Nummern aufgerufen. "Bitte in die Kanzlei kommen!", heißt es.

Acht junge Menschen von 273

Was hinter verschlossenen Türen passiert, ist der dramatische Höhepunkt der Aufnahmeprüfung am Max Reinhardt Seminar. Die kleine Gruppe um Simon erfährt, dass es für sie nicht gereicht hat - vergebens die ganze Woche, in der sie geschwitzt, gekämpft und geweint haben. Immerhin erfahren die drei, woran es lag und wo sie an sich arbeiten müssen. Ein paar Räume weiter stehen alle Professoren und gratulieren jenen, die es geschafft haben.

Mit Rahul, Max und Mathias werden noch fünf Frauen an der berühmten Schauspielschule ausgebildet werden. Acht junge Menschen von 273.

Als die erfolgreichen Kandidaten noch ein bisschen ungläubig das Palais verlassen, werden sie von ihren zukünftigen Mitstudenten begrüßt. Sektkorken knallen, Musik dröhnt, Freudentränen fließen. Jetzt gehören sie zur Familie, jetzt werden Telefonnummern ausgetauscht und Übernachtungsmöglichkeiten für die Wohnungssuche angeboten. Hinter ihnen, an der Wand des Foyers ihrer neuen Ausbildungsstätte, steht geschrieben, was der Gründer Max Reinhardt seinen Schützlingen mit auf den Weg gab. "Denken Sie sich, dass Sie einem Orden beigetreten sind. Mit dem schönsten Ziel, nach Abschluss der Lehrzeit von hier in die große Welt zu ziehen und die wahre Kunst des Theaters zu künden."

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