Zitat des Tages Prahlen nach Zahlen

Um den Traumjob zu bekommen, nimmt jeder den Mund gern ein bisschen voller. Bei Bewerbungen per E-Mail wird besonders dick aufgetragen - und im Einstellungsgespräch erweist sich so mancher Hochkaräter als Mogelpackung. Ein Stuttgarter Personalberater rät Arbeitgebern zu größter Vorsicht.


Bewerbung: Lügen haben kurze Beine
GMS

Bewerbung: Lügen haben kurze Beine

"Die Schaumschlägerei wird leichter: Insbesondere im Internet kann sich jeder optimal präsentieren. Ich gehe sehr skeptisch an Lebensläufe heran. Ich unterstelle bei vielen Angaben zunächst, dass sie nicht stimmen. Besonders bei Gründen und Zeiten des Ausscheidens aus einer Firma werden wir belogen. Die Leute schummeln mitunter auch aus Not. In Deutschland ist der Sprung vom Papier zum Gespräch eben doch entscheidend. Fehlangaben bei Daten und Überbewertung der eigenen Persönlichkeit sind nicht tolerabel."

Hans-Christian von Stosch, Geschäftsführer der Personalberatungs-Gesellschaft Dr. Heimeier und Partner in Stuttgart. Seit 15 Jahren wählt der gelernte Jurist hochkarätige Kandidaten für Führungspositionen in Industrie, Handel und Banken aus. Auf seinem Schreibtisch landen immer mehr geschönte Bewerbungen: von erfundenen oder umdatierte Abschlüssen über ausgeschmückte Aktivitäten bis zu freiberuflichen Tätigkeiten ohne jeglichen Nachweis. Statt Schwachpunkte zu vertuschen, sollten Bewerber besser offen dazu stehen, empfiehlt Von Stosch.




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