Schulen Merkel wünscht sich mehr Lehrer mit Migrationshintergrund

Mehr als ein Drittel aller Schüler unter 15 Jahren in Deutschland hat ausländische Wurzeln. Darauf müssen die Schulen reagieren, fordert Bundeskanzlerin Merkel - zum Beispiel mit Lehrern, die auch einen Migrationshintergrund haben.
Merkel in Leipzig: "Deutschkenntnisse und Bildungsabschlüsse hängen zusammen"

Merkel in Leipzig: "Deutschkenntnisse und Bildungsabschlüsse hängen zusammen"

Foto: Peter Endig/ dpa

An Deutschlands Schulen fehlen aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Lehrer mit Migrationshintergrund. Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren in Deutschland habe ausländische Wurzeln, sagte Merkel am Mittwoch beim 80. Deutschen Fürsorgetag in Leipzig. Darauf müssten die Schulen reagieren.

Die Kanzlerin wies außerdem auf die Bedeutung der deutschen Sprache für die Integration hin. Deutschkenntnisse seien das A und O, damit junge Menschen mit Migrationshintergrund teilhaben könnten. "Das leuchtet jedem ein. Denn wenn man sich nicht verständigen kann, dann ist es schwierig. Und wir wissen, dass gerade Deutschkenntnisse und Bildungsabschlüsse aufs engste zusammenhängen."

Zudem wiesen Menschen mit Migrationshintergrund immer noch schlechtere Ausbildungsstatistiken auf, sagte Merkel. "Das heißt, auch hier muss weiter gearbeitet werden."

Schnell dürfte sich durch Merkels Anliegen, mehr Lehrer mit Migrationshintergrund an Schulen zu beschäftigten, allerdings nichts ändern. Schulen sind in Deutschland Ländersache. Der Bundesregierung ist es per Verfassung verboten, sich in diesen Bereich einzumischen. Das sogenannte Kooperationsverbot im Grundgesetz, das die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in Bildungsfragen ausschließt, wurde kürzlich lediglich für die Hochschulpolitik gelockert.

bkr/dpa
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