Australische Schule Jugendliche greifen mit Macheten an

Panik vor der ersten Stunde: Fünf Angreifer marschierten am Montagmorgen mit Baseballschlägern und Buschmessern in eine australische High School. Sie randalierten, zertrümmerten Fensterscheiben und verletzten 19 Menschen, bevor Polizisten sie stoppen konnten.

Sie waren mit Baseballschlägern und Buschmessern bewaffnet: Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren haben am Montagmorgen die Merrylands High School in Sydney in Atem gehalten. Sie wurden festgenommen, nachdem sie in nur sechs Minuten 18 Schüler und einen Lehrer verletzt hatten.

Die fünf Angreifer hatten die Schule gegen neun Uhr Ortszeit während einer morgendlichen Schulversammlung gestürmt und in zwei Schultrakten gewütet. Sie schlugen einen Lehrer auf den Kopf, als er sich den Randalierern in den Weg stellen wollte, und zertrümmerten Fenster. 18 Schüler erlitten Verletzungen, die meisten trugen Schnittwunden durch die herumfliegenden Glassplitter davon.

In der Schule herrschte zeitweise Panik: "Ich dachte, dass ich sterben müsste", sagte ein zwölfjähriger Schüler. Seine Kameraden hätten geweint und geschrien.

Die Lehrer der Schule konnten Schlimmeres offenbar durch ihr beherztes Eingreifen verhindern: Sie hatten die Schule kurz nach dem Angriff verschlossen, die Schüler in ihre Klassenräume geschickt und sich dort verbarrikadiert. Viele Schüler versteckten sich unter Tischen und in Schränken. Als Polizisten sich den Angreifern gegenüberstellten, legten die ihre Waffen nieder und ließen sich widerstandslos festnehmen.

Das Motiv für die Schüler-Randale ist bislang noch unbekannt. Nach Polizeiangaben sollen die Angreifer keine Schüler der High School sein. Offenbar hatte es die Gruppe jedoch auf einen Schüler abgesehen: "Nach unseren Informationen sind sie hergekommen, um jemanden zu suchen", sagte ein Polizist. Einem Bericht der Zeitung "The Australian" zufolge sagten die Angreifer einer Zehntklässlerin, sie hätten "einen Job zu erledigen".

Polizeivertreter zeigten sich am Montag fassungslos wegen der Dreistigkeit des Angriffs. Nach Angaben der Schulbehörde des Bundesstaates New South Wales hatte es zuvor keine Anzeichen für die Attacke gegeben.

wie/AFP

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