Luftverschmutzung Zehntausende Schüler in Bangkok haben smogfrei

Zehntausende Schüler haben in Bangkok bis nächste Woche keinen Unterricht mehr. Der Grund: starke Luftverschmutzung. In den USA bleiben Hunderte Schulen wegen extremer Kälte geschlossen.

Smog in Bangkok
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Smog in Bangkok


Schon seit Beginn des Jahres leiden die mehr als acht Millionen Einwohner Bangkoks unter extrem schlechter Luft. Auf den Straßen der thailändischen Hauptstadt herrscht chronischer Stau. Tausende uralter Diesel-Busse sind unterwegs. Die vielen Autoabgase lösen laut Experten den Smog aus.

Wegen der schlechten Luft haben Zehntausende Schüler in Thailands Hauptstadt bis nächste Woche sogar schulfrei. Die Stadtverwaltung ordnete am Mittwoch an, dass der Unterricht an mehr als 400 staatlichen Schulen mit sofortiger Wirkung wegen der Luftverschmutzung eingestellt wird.

Der sogenannte Luftqualitätsindex überschreitet immer wieder die Marke von 150. Von diesem Wert an gilt der Aufenthalt im Freien als "ungesund". Am Mittwoch lag der Wert bei 183. Inzwischen gehört Bangkok zu den zehn Städten mit der weltweit schlechtesten Luft.

Das Gesundheitsministerium empfahl sogar, auf Räucherstäbchen zu verzichten, die traditionell an den vielen buddhistischen Tempeln der Hauptstadt angezündet werden. Zudem sollen die vielen chinesisch-stämmigen Thais beim bevorstehenden Chinesischen Neujahr kein Papier verbrennen. Eigentlich soll dies Glück bringen.

Schüler in Bangkok
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Schüler in Bangkok

In den USA hingegen sind Hunderte Schulen wegen arktischer Temperaturen geschlossen. Millionen Menschen im Mittleren Westen der USA müssen sich auf eine extreme Kältewelle mit Temperaturen von minus 34 Grad Celsius und darunter einstellen.

Der Nationale Wetterdienst (NWS) warnte vor "lebensbedrohlichen, arktischen Winden" und gefühlten Temperaturen um die minus 45 Grad Celsius. "Dies sind sehr gefährliche Bedingungen, die in weniger als fünf Minuten zu Erfrierungen auf ungeschützter Haut führen können", twitterte das NWS-Büro in Minneapolis.

Rund 212 Millionen Einwohner müssten bis Donnerstag mit Werten unterhalb des Gefrierpunktes rechnen, hieß es. Verantwortlich für die "arktische Kälte" ist der sogenannte Polarwirbel, ein Band kalter Westwinde, das normalerweise über dem Nordpol kreist.

kha/dpa



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