Chemie-Unfall Reagenzglas zerbrochen, Schule geräumt

Ein ganz normaler Versuch im Chemieunterricht einer Coesfelder Realschule ging daneben: Die siebte Klasse hantierte mit Eisen und Schwefel, bis ein Schüler das Reagenzglas fallen ließ. Die Schule musste evakuiert werden, sechs Schüler kamen ins Krankenhaus.


Coesfeld - Nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Chemieunterricht sind am Dienstag sechs Schüler der Theodor-Heuss-Realschule im münsterländischen Coesfeld ins Krankenhaus gebracht worden. Die Jungen und Mädchen hätten über Atemprobleme und Augenreizungen geklagt, teilte die Polizei in Coesfeld mit. Im Unterricht der siebten Klasse sei bei einem Versuch mit Schwefel und Eisen ein Reagenzglas zerbrochen oder heruntergefallen, dabei trat Schwefeldioxid aus.

Aufregung in Coesfeld: Die Realschule wurde geräumt
DPA

Aufregung in Coesfeld: Die Realschule wurde geräumt

Die Gase hätten zu Atemwegsproblemen und Schleimhautreizungen geführt, erklärte die Sprecherin des Kreises Coesfeld, Sandra Wilde. Die Kinder wurden am Vormittag im Krankenhaus behandelt. Bei den Verletzungen handele es sich aber um "nichts Ernsthaftes".

Auch der Chemielehrer und die übrigen 19 Kinder der Klasse wurden nach und nach vorsorglich ärztlich untersucht. Ob auch bei ihnen gesundheitliche Schäden vorlägen, sei nicht bekannt, teilte die Polizei mit. Das Schulgebäude mit 700 Schülern wurde sicherheitshalber geräumt. Nach gut einer Stunde konnten die Jungen und Mädchen in die Klassenräume zurückgehen. Bei dem Einsatz waren unter anderem fünf Notärzte, vier Rettungswagen und 23 Feuerwehrleute angerückt.

cpa/dpa



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