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25. September 2006, 15:30 Uhr

Chemieunterricht

Lehrer durch Explosion schwer verletzt

Bei einem Chemie-Experiment flog heute an einer Essener Gesamtschule ein Glasgefäß mitsamt giftigem Bromgas in die Luft, die Splitter trafen einen Lehrer ins Auge. Nach der Explosion wurde die Schule mit einem Großeinsatz der Feuerwehr geräumt.

Essen - Mit schweren Gesichtsverletzungen musste der Essener Chemielehrer in eine Spezialklinik gebracht werden. Ein 14-jähriger Schüler erlitt einen Schock, 29 Schüler der betroffenen neunten Klasse wurde in einer Turnhalle vorsorglich unter ärztliche Beobachtung gestellt worden. Es habe jedoch keine weiteren Verletzten gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Nach Angaben der Feuerwehr hatte der Lehrer mit Natrium und Bromgas hantiert, sich beim Experiment verschätzt und ein Glasgefäß mit den Chemikalien zur Explosion gebracht. Dabei wurde er durch Splitter im Auge getroffen. Der Unterricht für die rund 1300 Schüler der Klassenstufen 5 bis 13 soll am Dienstag wieder aufgenommen werden.

Die Feuerwehr räumte die Gesamtschule nach dem Unfall. Experten in Schutzanzügen untersuchten den Raum, lüfteten und reinigten ihn von den Überresten der Chemikalie. Bei weiteren Ermittlungen soll nun die genaue Unglücksursache geklärt werden. Das unter anderem als Ausgangsprodukt für Medikamente genutzte Bromgas ruft durch seinen stechenden Geruch Unwohlsein und Übelkeit hervor.

jol/dpa/ddp/Reuters

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