Schüler leidet unter Nachname Donald Trump lädt Joshua Trump ein

Joshua teilt sich einen Nachnamen mit dem US-Präsidenten und sagt, er werde deswegen in der Schule gemobbt. Jetzt hat er eine besondere Einladung erhalten.

Joshua Trump
whitehouse.gov

Joshua Trump


Wenn US-Präsident Donald Trump seine zweite Rede zur Lage der Nation vor dem US-Kongress hält, werden auch eigens für diesen Anlass ausgewählte Gäste dabei sein. Zu diesen Gästen zählt dieses Jahr auch Joshua Trump, ein Namensvetter des Präsidenten, der in der Schule aufgrund seines Nachnamens offenbar gemobbt wird.

Der Sechstklässler aus Wilmington im US-Bundesstaat Delaware möge Naturwissenschaften, Kunst und Geschichte, schreibt das Weiße Haus in einem Kurzporträt des Jungen. Er liebe außerdem Tiere und wolle sich später auch beruflich mit Tieren beschäftigen. Sein "Held und bester Freund" sei sein Onkel Cody, der in der US-Luftwaffe dient.

"Leider ist Joshua wegen seines Nachnamens in der Schule gemobbt worden", heißt es weiter in der Beschreibung des Weißen Hauses. "Sie beschimpfen ihn, sie nennen ihn Idiot, sie nennen ihn dumm", sagte seine Mutter, Megan Trump, im Dezember einem lokalen Fernsehsender.

"Er wurde verspottet und gemobbt aufgrund der Tatsache, dass sein Nachname Trump ist", ergänzte sein Vater Bobby Berto. Er habe seinen Sohn für ein Jahr aus der Schule genommen, um ihn zu Hause zu unterrichten. Den Eltern zufolge begann das Mobbing, als Donald Trump für die US-Präsidentschaft kandidierte.

Politische Botschaft

Joshua geht inzwischen wieder zur Schule. Nach erneuten Hänseleien habe die Schule zugestimmt, Joshuas Nachnamen in ihrer Datenbank von Trump in Berto zu ändern, den Nachnamen des Vaters.

Der Präsident hält am Dienstagabend vor dem US-Kongress seine Rede zur Lage der Nation. Der Präsident, die First Lady und die Kongressmitglieder dürfen zu dieser Gelegenheit Gäste einladen - häufig beinhaltet die Auswahl eine explizite politische Botschaft.

So haben Trump und seine Ehefrau Melania auch Angehörige eines älteren Ehepaares eingeladen, das von einem illegalen Einwanderer getötet worden sein soll. Der Präsident hält seine Rede inmitten des Streits mit den oppositionellen Demokraten über den US-Haushalt und den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Wegen der - inzwischen vorübergehend aufgehobenen - Haushaltssperre war die Rede um eine Woche verschoben worden.

win/AFP



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