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28. Februar 2016, 15:35 Uhr

ESC-Teilnehmerin

Jamie-Lee Kriewitz wiederholt das Schuljahr

ESC-Teilnehmerin Jamie-Lee Kriewitz konzentriert sich derzeit eher auf ihre Karriere als auf die Schule - die Noten auf dem letzten Zeugnis waren entsprechend. Deshalb will sie die Klasse wiederholen.

Jamie-Lee Kriewitz will das laufende Schuljahr nachholen. "Durch 'The Voice of Germany' habe ich sehr viele Fehlzeiten in der Schule, mein Zeugnis sah dieses Halbjahr nicht so gut aus", räumte die Sängerin in der NDR-Talkshow ein.

Die diesjährige deutsche ESC-Teilnehmerin sagte: "Ich habe darum beschlossen, dieses Jahr zu wiederholen, weil ich einen guten Abschluss machen möchte, und das kann ich nicht, wenn ich nur halbherzig in der Schule dabei bin." Bereits kurz nachdem sie am Donnerstag den ESC-Vorentscheid gewonnen hatte, deutete das Manga-Mädchen aus Niedersachsen an, dass das Abitur verschoben werden müsse. Am 18. März wird Kriewitz volljährig.

Kriewitz besucht die Eugen Reintjes Schule in der Kreisstadt Hameln. Allerdings lässt ihr Job als Sängerin das zur Zeit sind sonderlich oft zu. Zuletzt war sie für den ESC-Vorentscheid beurlaubt. "Sie ist sehr ehrgeizig, wie man ja auch im musikalischen Bereich sieht. Sie wird das Ziel Schule nicht aus den Augen verlieren", sagte Schulleiter Johannes Stolle.

"Hart üben und arbeiten"

Jamie-Lee könne selber entscheiden, ob sie sich weiterhin beurlauben lassen wolle. Alternativ könne sie auch wann immer möglich im Unterricht erscheinen und versuchen, das Abitur zu bestehen. Jamie-Lee will an der Schule ihr Fachabitur im Fach Gestaltung machen.

Jamie-Lee Kriewitz wird Deutschland beim 61. Eurovision Song Contest am 14. Mai in Stockholm vertreten. Sie setzte sich am Donnerstag mit ihrem Song "Ghost" in Köln gegen neun Konkurrenten durch.

Kriewitz hatte zuvor die jüngste Staffel von "The Voice of Germany" gewonnen. Sie liebt nach eigenen Angaben K-Pop und will später Koreanistik studieren. Ihren Siegertitel, ein vager melancholischer Schleppbeat-Pop, hat DJ Thomilla produziert.

"Ich werde hart üben und arbeiten", kündigte Jamie-Lee für Stockholm an. Deutschland war bei den drei vergangenen Finals des weltweit größten Musikwettbewerbs jeweils auf den hinteren Plätzen gelandet. Den Tiefpunkt gab es im vergangenen Jahr, als Ann Sophie mit null Punkten Letzte wurde.

ler/dpa

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