Abschlussprüfung in Frankreich 13 Schüler wegen Schummelverdachts festgenommen

Sie sollen bei der Abschlussprüfung betrogen haben: Mehrere Schüler hat die französische Polizei deshalb in Gewahrsam genommen. Frankreich ist für seinen harschen Umgang mit Schummlern bekannt.

Schüler bei der Abiturprüfung in Lille im Norden Frankreichs
imago/CrowdSpark

Schüler bei der Abiturprüfung in Lille im Norden Frankreichs


Mehrere Schüler aus dem Raum Paris und Marseille sollen bei der Matheprüfung im Abitur geschummelt haben. Dreizehn wurden deshalb wegen des Verdachts auf Betrug festgenommen. Sie seien am Dienstag in Polizeigewahrsam genommen worden, hieß es laut einem Bericht des Senders Franceinfo aus Pariser Justizkreisen.

Das Bildungsministerium hatte demnach Ende Juni die Ermittler eingeschaltet, weil es vermutet hatte, dass Prüfungsaufgaben weitergeben worden waren. Die Polizei muss nun herausfinden, wie die Schüler an die Aufgaben für die Klausuren gekommen sein könnten. Die Aufgaben sollen über Messenger-Dienste wie WhatsApp ausgetauscht worden sein.

Bildungsminister Jean-Michel Blanquer hatte zuvor betont, mit äußerster Strenge gegen mutmaßliche Betrüger vorzugehen. Er warnte, diese könnten jahrelang für die Abschlussprüfung gesperrt werden. Die französische Nation ist dafür bekannt, die Abschlussprüfung Baccalauréat sehr ernst zu nehmen - sogar Liveübertragungen im Fernsehen finden während der einwöchigen Prüfungsphase statt.

Um Schummeln zu vermeiden, sind Handys, Tablets und Smartwatches verboten. Selbst elektronisches Spürgerät ist im Einsatz, um heimliche Verbindungen ins Internet aufzudecken. Digitales Mogeln wird strafrechtlich streng verfolgt.

lmd/dpa



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