"Fridays for Future" Mann attackiert offenbar jungen Redner in Jena

Er soll einem 17-Jährigen das Mikrofon aus der Hand gerissen und ihm ins Gesicht geschlagen haben: In Jena fühlte sich ein Mann wohl von den Schülerdemos für mehr Klimaschutz gestört.

"Fridays for Future"-Demo in Berlin
FELIPE TRUEBA/ EPA-EFE/ REX

"Fridays for Future"-Demo in Berlin


Ein 36-Jähriger soll einen jugendlichen Redner bei einer "Fridays for Future"-Demonstration in Jena angegriffen haben. Wie eine Polizeisprecherin sagte, ging der Mann auf den 17-Jährigen zu, schlug ihm ins Gesicht und entriss ihm das Mikrofon. Danach habe er mehreren Jugendlichen, die dazwischengingen, ins Gesicht geschlagen.

Der Mann soll laut Polizei nach eigenen Angaben von der lauten Versammlung genervt gewesen zu sein. Die Jugendlichen wurden leicht verletzt. Insgesamt hätten sich rund 40 Menschen an der Demonstration in Jena beteiligt.

In anderen Städten gingen weit mehr Menschen auf die Straße. In Berlin demonstrierten nach Angaben der Polizei mehr als 10.000 Schüler für mehr Klimaschutz. In den dortigen "Fridays For Future"-Protest reihte sich auch deren Gründerin, die Schwedin Greta Thunberg, ein.

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"Wir wollen eine Zukunft, ist das zu viel verlangt? Das ist erst der Anfang vom Anfang", sagte die 16-Jährige in ihrer Rede am Brandenburger Tor. "Die älteren Generationen haben es nicht geschafft, die größte Krise der Menschheit zu meistern." Sie tätschelten den jungen Menschen nur den Kopf und sagten, alles werde gut. "Dabei sollten wir in Panik verfallen."

Thunberg, die Anfang März auch in Hamburg mitdemonstrierte, bleibt bis Sonntag in Berlin. Am Samstag soll sie mit einer Goldenen Kamera geehrt werden. Der Sonderpreis Klimaschutz wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Am Sonntagabend ist Thunberg zu Gast in der ARD-Talkshow "Anne Will".

lov/dpa



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