"Fridays for Future" Schüler auf Klimademo - Stadt hebt Bußgelder auf

Die Stadt Mannheim zieht das Bußgeld gegen vier Schüler zurück, die an einer "Fridays for Future"-Demo teilgenommen hatten. Die "Besonderheit" im Vergleich zum "klassischen Schulschwänzen" sei erst jetzt aufgefallen.

Klimademonstranten bei einer "Fridays for Future"-Veranstaltung in Köln: Kein klassisches Schulschwänzen
Rolf Vennenbernd/ DPA

Klimademonstranten bei einer "Fridays for Future"-Veranstaltung in Köln: Kein klassisches Schulschwänzen


Die Stadt Mannheim hat vier Bußgeldbescheide gegen Schüler wieder aufgehoben, die während der Schulzeit zu Klimaprotesten gegangen waren. Ihre Eltern müssen die zuvor verkündete Summe von je 88,50 Euro nun doch nicht zahlen.

Die Bußgeldbescheide seien routinemäßig bearbeitet worden, "die Besonderheit dieser Fälle im Vergleich zum klassischen Schulschwänzen" sei deshalb nicht aufgefallen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Mannheim.

Die Bußgelder seien nur ein letztes Mittel in einer Reihe von möglichen Sanktionen. Die Schule habe nicht alle Mittel genutzt, die ihr zur Verfügung stehen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Schule hatte zuvor das Bußgeld gegen vier Familien ausgesprochen, weil die Schüler je zwei Schulstunden verpasst hatten. Laut "Fridays for Future" war es das erste Mal, dass eine solche Strafe gegen Klimaaktivisten verhängt wurde.

lmd/dpa



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