"Fridays for Future" Weltweite Klimaproteste in Australien gestartet

In mehr als 2000 Städten weltweit wollen Demonstranten an diesem Freitag auf die Gefahren des Klimawandels hinweisen. Beginn des globalen Klimastreiks, der vor allem von Jugendlichen getragen wird, war in Australien.

PAUL BRAVEN/EPA-EFE/REX

Mehrere Zehntausend Schülerinnen und Schüler in Australien sind am Freitag dem Aufruf zum globalen Klimastreik gefolgt und blieben dafür der Schule fern.

Sie versammelten sich in 110 Städten und Gemeinden in Australien zum "Global Strike 4 Climate", die größten Kundgebungen starteten in Sydney und Melbourne. In der Stadt Alice Springs im Zentrum Australiens legten sich Hunderte Menschen demonstrativ auf den Boden und stellten sich tot.

Ein Motto, das seit Längerem weltweit auf Plakaten zu lesen ist, lautet: "Ihr sterbt an Altersschwäche, ich sterbe am Klimawandel". Damit weisen die Kinder und Jugendlichen darauf hin, dass sie gegen Mitte des Jahrhunderts die von Klimaforschern prognostizierten Folgen der Erderwärmung direkt erleben werden.

In einem Aufruf der australischen Veranstalter heißt es: "Wir bestreiken die Schule, damit unseren Politikern klar wird, dass sie unsere Zukunft ernst nehmen müssen." Der Klimawandel müsse endlich als Krise verstanden werden.

Weltweit erwartet die Jugendbewegung "Fridays for Future" mehrere Hunderttausend Teilnehmer. In Deutschland sind in Dutzenden Städten mehr als 500 Aktionen und Demonstrationen angemeldet. Für die internationale Streikwoche, die Freitag beginnt, haben Aktivisten Proteste in mehr als 2600 Städten in fast 160 Staaten angekündigt.

cht/Reuters/dpa



insgesamt 201 Beiträge
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ontwoone 20.09.2019
1. asap
Wie können wir anders, als unseren Kindern bei der Sicherung ihrer Zukunft zu helfen? Alles andere widerspricht der gesamten Evolution. Daher müssen wir diesen Protest als Hilferuf verstehen und sofort zur Hilfe eilen. Das lässt sich auch nicht mehr weiter aufhalten. Ganz im Gegenteil, würde jede weitere Unterdrückung die schlimmste Form des Verteilungskampfs initiieren: den Krieg der Generationen. Wenn man sich heute klar macht, wieviele (im Verhältnis wenige) Erwachsene dekadent viel Vermögen besitzen und sich einen Dreck um die Zukunft unseres Planeten scheren, kann man die Angst unserer Kinder verstehen. Erwachsene machen heute völlig hirnrissige Politik und Gesetze. Wir verachten unsere Kinder für ihr Verhalten und ihre Dummheit. Dabei hat die Generation der Großeltern und Eltern alles erfunden und erschaffen, was unsere Kinder verblöden lässt. Wer sind denn die Erfinder und Verkäufer der Werbe-, Film- und Spieleindustrie, der must have Gadgets, der must have Meinung, der must be Socials, der must look Mode, der must feel Stimmung? Es sind keine Menschen unter 18 oder 25 die unsere Welt gemacht haben. Jetzt protestiert diese vom Aussterben bedrohte Minderheit um ihr Leben und wir hofieren weiterhin ewiggestrige Lobbyisten. Es ist an der Zeit sofort zu handeln, sonst warten wir nur noch auf die Sintflut nach/mit uns.
stenkelwelt 20.09.2019
2. Oldies
Ich hoffe sehr, dass sich viele Ältere daran beteiligen, zumindest die, die schon in jungen Jahren den Klimawandel vorhergesehen haben. Es waren zwar zu wenig aber da können wir wenigsten heute uns zeigen.
2623 20.09.2019
3. Beeindruckende Bewegung -
Im Juni waren über 40.000 Menschen in Aachen auf den Straßen. Durch Zufall erlebte ich diese Demonstration. Perfekt geplant und durchgeführt, das hat mich wirklich beeindruckt. Das ist die Bewegung in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist erkennt man daran, dass nun die Volkshochschule Aaachen zum Abschluss der Woche einen Aktionstag mit fridays plant aber mehr noch, dass ein Verwander von mir, der alles andere als politisch aktiv oder Grünen oder Linken freundlich gesonnen ist nun richtig trommelt. Diese "junge" Bewegung bewegt die Gesellschaft.
traumglauben 20.09.2019
4. Richtig so
Die Kinder und Jugendlichen haben recht. Wir wissen seit Grizmek und Jaques Cousteau, dem sauren Regen und dem Ozonloch, also seit gut 40 Jahren, dass Flora und Fauna bedroht sind, dass das Klima unter Homo Sapiens leidet. Was haben wir in de 40 Jahren erreicht? Mehr hochgradig vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen, Insektensterben, Meervermüllung etc. Der einzige Lichtblick ist der Rückgang des Ozonlochs weil FCKW verboten wurde. Ansonsten haben wir unsere Kinder und Enkel im Stich gelassen. Um so mehr verärgern mich diejenigen, die gegen Greta Thunberg hetzen. Da ist die Reaktion der Amerikaner besonders schlimm. Unsere Kinder und Enkel haben das Recht, ihre Zukunft einzuforden, auch gegen den Widerstand von Schuldirektoren und unbelehrbaren Politikern und der Industrie
Phleon 20.09.2019
5.
Aus den Youtube-Kommentaren: "Und wenn jetzt irgendjemand sagt, das wir nur Schule schwänzen: In meiner Stadt ist es ne halbe Stunde nach Schulschluss geplant..."
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