Verdächtiger Transport in Hamburg Polizei stoppt Caterer mit Schulessen

Wenn Gipfel ist, kommt niemand durch, nicht einmal das Mittagessen für Hamburger Schüler: Die Polizei zwang einen Caterer zur Umkehr. Die Schule improvisierte und besorgte Ersatzessen - per Schubkarre.

Schulessen (Archivbild)
DPA

Schulessen (Archivbild)


Ganze 200 Meter fehlten, dann wäre der Caterer am Ziel gewesen. In der Hamburger "Schule auf der Uhlenhorst" warteten die Lehrer und 350 Schüler am Donnerstag vergeblich auf ihr Mittagessen. Denn der Lieferant blieb kurz vor dem Ziel an einer Polizeisperre zum G20-Gipfel hängen, berichtet die "Morgenpost".

"Die Information lautete eigentlich, dass es immer wieder kurze Phasen geben sollte, in denen man durch die Absperrung gelassen werden sollte", wird Schulleiter Gerd Basler in dem Bericht zitiert. Doch die Beamten blockierten die Durchfahrt und erlaubten auch keinen Transport zu Fuß - offenkundig waren ihnen die großen Boxen mit dem Essen suspekt.

Stattdessen wurde der Caterer von der Polizei gezwungen, mit dem Essen sofort wieder zu fahren - schließlich herrscht vor der Absperrung ein striktes Parkverbot. Rund die Hälfte der Kinder wurde daraufhin von den Eltern abgeholt, für die anderen zogen die Lehrer mit einer Schubkarre zum nächsten Supermarkt, um einzukaufen.

Mit den gesamten Vorräten des Geschäfts an Obst, Baguette und Würstchen auf der Karre ging es dann zurück zur Schule - ohne Beanstandung durch die Polizei. Für das Mittagessen am Freitag habe die Schule sicherheitshalber Lunchpakete beim Caterer bestellt, heißt es in dem Bericht.

him

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