Nach Fahrt zum KZ Buchenwald Schüler spielen antisemitische Lieder ab - Schule erstattet Anzeige

Sie fuhren ins Konzentrationslager Buchenwald - und sollen auf der Rückfahrt antisemitische Lieder gespielt haben. Deshalb wird nun gegen drei Schüler wegen Volksverhetzung ermittelt.

Besucher am Lagertor der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar (Archivbild)
Martin Schutt/ DPA

Besucher am Lagertor der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar (Archivbild)


Eine Schule aus dem hessischen Grünberg hat drei Schüler angezeigt. Auf der Rückfahrt von einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald sollen sie im Reisebus antisemitische Lieder abgespielt und den Text mitgesungen haben.

Es werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen die 14-Jährigen ermittelt, sagte ein Polizeisprecher in Gießen am Montag. Der Kreis Gießen stellte sich in einer Mitteilung auf die Seite der Schulleitung. Da es um den Verdacht der Volksverhetzung gehe, sei die richtige Konsequenz gewählt worden.

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte: "Hetzerische Lieder und Beleidigungen sind kein Kavaliersdelikt. Den Jugendlichen muss deutlich vor Augen geführt werden, dass wir so etwas in unserem Land nicht dulden."

Den Angaben des Landkreises zufolge wurde die Theo-Koch-Schule mehrfach für ihre Arbeit in der Extremismusprävention ausgezeichnet. In den neunten Klassen werde seit Jahren ein viermonatiges Projekt zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus durchgeführt.

Der Vorfall verdeutliche die Wichtigkeit von Initiativen gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt, heißt es in der Mitteilung des Landkreises.

faq/dpa



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