Greta Thunberg in den USA "Fist Bumping" mit Obama

"Du veränderst die Welt. Deswegen freuen wir uns sehr, dich bei uns zu haben." Ex-US-Präsident Obama hat sich mit der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg getroffen - und sich als Fan geoutet.

AFP PHOTO / THE OBAMA FOUNDATION

Die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich mit dem früheren US-Präsidenten Barack Obama getroffen. Das teilte Obama am Dienstag im Onlinedienst Twitter mit. Er bezeichnete die 16-Jährige als "eine der größten Verteidigerinnen unseres Planeten".

Die Stiftung Obama Foundation veröffentlichte ein Video des Treffens. Darauf erklärte Thunberg: "Niemand ist zu klein, um Einfluss zu nehmen und die Welt zu verändern." Der frühere US-Präsident lobte das Engagement der Schwedin und sagte: "Du und ich, wir sind ein Team."

Thunberg bedankte sich, dass Obama sich Zeit genommen habe. "Selbstverständlich", antwortete Obama. "Du veränderst die Welt. Deswegen freuen wir uns sehr, dich bei uns zu haben."

In einer Mitteilung Obamas heißt es, aus Thunbergs wöchentlichen Schulstreiks für Klimaschutz sei "eine weltweite Bewegung von Millionen junger Menschen" geworden. "Das ist die Macht junger Menschen - sie haben keine Angst zu glauben, dass Veränderung möglich ist." Thunberg verkörpere daher die Gründe, warum er und Michelle Obama ihre Stiftung gegründet hätten.

Thunberg hatte im Sommer 2018 mit ihrem Schulstreik für den Klimaschutz begonnen. Seitdem verbreiteten sich die Freitagsdemonstrationen unter dem Namen "Fridays for Future" in aller Welt.

Die 16-jährige Schwedin kündigte Ende Mai an, ein Jahr mit der Schule auszusetzen und im September am Uno-Klimagipfel in New York teilzunehmen. Am Montag wurden sie und die Protestbewegung "Fridays for Future" von Amnesty International mit dem wichtigsten Preis der Menschenrechtsorganisation ausgezeichnet.

Im Video: Wichtiger Preis für Aktivistin aus Schweden

Jacquelyn Martin/ AP

An diesem Mittwoch wird sie gemeinsam mit anderen Klimaaktivisten bei einer Anhörung eines Unterausschusses des Repräsentantenhauses erwartet. Im US-Senat war sie bereits und hat vor dem Klimaausschuss deutliche Worte gefunden. Am kommenden Freitag will Thunberg in New York am globalen Klimastreik der Bewegung teilnehmen.

In Obama hat sie nun einen Fan und Unterstützer gefunden. Am Ende des Videos fragt der Ex-Präsident: "Kennst Du Fist Bumping?" Dann schlagen beide ihre Fäuste gegeneinander.

sun/dpa/AFP

insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
dschungelmann 18.09.2019
1. Nach meiner Meinung..
bringt das Alles nix. Jeder Einzelne muss sein Verhalten überprüfen und umweltfreundlich gestalten. Ja! das macht Mühe. Ja! Das ist teilweise unbequem. Aber wir können gar nicht mehr auf die Politik vertrauen (siehe Brasilien und Trump) . Aufmerksam handeln. Müll und unnötige Fahrten vermeiden. Mehrweg nutzen! Nur so wird das was. Wir haben es in der Hand!
Zuckersalzblues 18.09.2019
2. Zu genau? ;-)
Vielleicht bin ich da nun zu genau: Unter dem Bild steht "Handschlag", was ich aber, gerade auch durch den Titel nicht passend übersetzt finde, da es sich um ein "Fist Bumping", also zu Deutsch: "Faust stoßen", oder auch einen Fausstoß umgangssprachlich handelt. Die beiden wirken, wie zwei Menschen auf einem Niveau, mit einem gemeinsamen Ziel. Da wäre ein Handschlag distanzierter gewesen. Klasse Bericht über tolle Menschen und einem besonderen Politiker.
advocatus diaboĺi 18.09.2019
3. Eine klares Signal an Trump und die Klimaleugner
Greta hat bereits früher angekündigt, dass sie Trump nicht empfangen wird, dafür hat sie jetzt den früheren US Präsidenten Obama empfangen. Und dazu auch noch eine Rede im Kongres gehalten. Wenn ihr jetzt wie in anderen Ländern die amerikanische Jugend folgen wird, dann ist die Wiederwahl für Trump gelaufen. Denn sehr oft beeinflussen Kinder und Jugendliche ihre Eltern, können ihnen Zusammenhänge erklären, welche die ältere Generation nicht mehr versteht. Bravo, weiter so.
AndreasVollbio 18.09.2019
4. Inhalte? Oder Marketing für die Foundation?
Hallo zusammen, ist denn etwas über die Inhalte des Treffens bekannt geworden? Oder erfährt die Öffentlichkeit tatsächlich nichts weiter, als dass Hr. Obama ein Fan ist und er sich mit einem Fistbump auf ihr Alter herablässt. Oder gab es vielleicht garnicht mehr Inhalte? Das Potential einer Zusammenarbeit wäre sicher sehr groß. Best Regards, Andreas
PeterAlef 18.09.2019
5. @dschungelmann
....klar...wir alle! ALLE! Die 'Politik' ist kein abstraktes Gebilde, sondern sie wird auch nur gemacht von einzelnen Menschen. Auch von den Merkels. Die müssen nicht den Müll im Kanzleramt rausbringen. Die können fossile Energieträger verbieten, selber weniger Flüge oder Abschied nehmen von de SKlassen und 7ern. Wenn die das machen, liefern wir gern!
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