Klimaaktivistin Greta Thunberg kommt nach Hamburg

Am Freitag kommt Greta Thunberg nach Hamburg, um die Schüler-Proteste zu unterstützen. Für die 16-jährige Klimaaktivistin ist es der erste Schulstreik in Deutschland.
Greta Thunberg

Greta Thunberg

Foto: ARIS OIKONOMOU/ AFP

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg kommt am Freitag nach Hamburg, um am Schulstreik für den Klimaschutz teilzunehmen. Das bestätigte ihre Familie dem SPIEGEL.

Die Protestkundgebung soll am Freitag um 8:30 Uhr am Gänsemarkt losgehen und mehrere Stunden lang dauern. Weitere Programmpunkte sind bisher nicht bestätigt.

Es ist der erste Schulstreik in Deutschland, bei dem Greta Thunberg mitmacht. Die heute 16-Jährige hatte am 20. August 2018 das erste Mal die Schule geschwänzt, um vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm für den Klimaschutz zu demonstrieren. Sie will ihren Protest so lange fortsetzen, bis Schweden seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen erfüllt.

Video: Klima-Aktivistin Greta Thunberg - Die Unbeirrbare

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Ihr Protest hat mittlerweile Zehntausende Nachahmer gefunden. Unter Mottos wie "Fridays For Future" oder "Youth For Climate" bestreiken Schüler und junge Erwachsene immer wieder die Schule und gehen stattdessen auf die Straße. Größere Demonstrationen gab es bislang vor allem in Deutschland, Belgien, Großbritannien, der Schweiz, den Niederlanden, Australien und Frankreich.

Jean-Claude Juncker hatte Thunberg in Brüssel empfangen

Auch die Politik wird auf die Bewegung aufmerksam. Am Donnerstag vergangener Woche trat Greta Thunberg bei einer Jugendkonferenz in Brüssel mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker auf, am Freitag lud Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron Greta Thunberg und andere junge Aktivisten zum Gespräch in den Élysée-Palast.

Auch in Deutschland hat Thunberg viele Anhänger. In einer Civey-Umfrage für den SPIEGEL begrüßten 51 Prozent der Teilnehmer die Protestaktionen; 42 Prozent sprachen sich dagegen aus. Für Thunberg selbst ist die Unterstützung noch etwas größer. 54 Prozent der Befragten hießen ihr Engagement für das Klima gut.