Schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg lehnt Umweltpreis ab

Ihr eigenes Heimatland hatte sie mitnominiert - doch Greta Thunberg will die Auszeichnung des Nordischen Rats für Bemühungen zum Umweltschutz nicht annehmen. Als Begründung findet sie klare Worte.

Greta Thunberg (in Kanada): Weniger Preise, mehr Taten bitte
Mark Ferguson/ Global Institute for Water Security USASK/ REUTERS

Greta Thunberg (in Kanada): Weniger Preise, mehr Taten bitte


Gerade erst hatte sie den Alternativen Nobelpreis bekommen, nun bahnte sich die nächste Auszeichnung für Greta Thunberg an. Die schwedische Klimaaktivistin hat den Umweltpreis des Nordischen Rates zugesprochen bekommen - und ihn umgehend abgelehnt.

Sie erhalte den Preis dafür, dass sie Millionen Menschen in aller Welt dazu mobilisiert habe, zu einem kritischen Zeitpunkt politisches Handeln für das Klima einzufordern, gab der Rat am Dienstagabend zunächst auf einer feierlichen Zeremonie in Stockholm bekannt. Kurz darauf teilte die 16-Jährige mit, sie habe sich entschlossen, den Preis abzulehnen.

Sie danke dem Nordischen Rat zwar für die Auszeichnung, die eine große Ehre darstelle, schrieb Thunberg auf Instagram. Die Klimabewegung brauche jedoch keine weitere Preise, sondern Politiker, die auf die Erkenntnisse der Wissenschaft hörten. Zwei Vertreterinnen der Klimabewegung "Fridays for Future" erklärten bei der Zeremonie im Auftrag Thunbergs, die skandinavischen Länder zählten zu den Staaten, die am meisten für das Klima tun könnten, im Prinzip aber nichts unternähmen.

Schweden hatte die Schwedin mitnominiert

Der Nordische Rat ist das zentrale Forum der Region Skandinavien. Zu seinen Mitgliedern zählen neben Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island auch die weitgehend selbstständigen Territorien Åland, Grönland und die Färöer-Inseln.

Alljährlich vergibt der Rat Preise in den Kategorien Literatur, Kinder- und Jugendbuchliteratur, Film, Musik und Umwelt. Jede der Auszeichnungen ist mit 350.000 dänischen Kronen (rund 47.000 Euro) dotiert. Thunberg war von den Ländern Schweden und Norwegen für den Umweltpreis nominiert worden. Sie befindet sich seit zwei Monaten in Nordamerika.

jok/dpa



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