Protest gegen Klimawandel Greta Thunberg segelt in die USA

Wie kommt man möglichst umweltfreundlich über den Atlantik? Fliegen kommt für Klimaaktivistin Greta Thunberg nicht infrage.

Segelyacht Malizia II: Zwei Wochen soll die Reise von England nach New York dauern
Twitter/ Greta Thunberg

Segelyacht Malizia II: Zwei Wochen soll die Reise von England nach New York dauern


Greta Thunberg will nicht fliegen. Aber wie kommt die Klimaaktivistin dann in die USA? Die 16-jährige Schwedin hat bekannt gegeben, dass sie den Atlantik mit einer Segeljacht überqueren will.

Zwei Wochen soll die Reise von England nach New York dauern. Los geht es Mitte August. Die genaue Abfahrt hängt von den Wetterverhältnissen ab.

Monatelang habe Greta mit einem Team überlegt, wie sie möglichst umweltfreundlich über den Atlantik kommen kann, heißt es in einer Pressemitteilung. Die nun gewählte Rennjacht "Malizia II" ist mit Sonnenkollektoren und absenkbaren Hydrogeneratoren ausgestattet.

Neben Greta ist ein weiterer Prominenter an Bord: Pierre Casiraghi, segelerfahrener Sohn von Caroline, Prinzessin von Hannover und Monaco. Skipper der "Malizia" ist der deutsche Profisegler Boris Herrmann, der mit dem Schiff im kommenden Jahr an der Vendée Globe teilnehmen will, der Einhand-Regatta um die Welt.

Greta wird von ihrem Vater Svante Thunberg und dem Filmemacher Nathan Grossman begleitet, der die Reise dokumentieren wird.

Greta Thunberg
Lionel Bonaventure/ AFP

Greta Thunberg

Die 16-Jährige nimmt ein Sabbatjahr von der Schule. Nach ihrer Ankunft in Nordamerika will Greta am 20. und 27. September an groß angelegten Klimademonstrationen teilnehmen und auf dem Uno-Klimagipfel sprechen.

Auch nach Kanada und Mexiko will die Klimaaktivistin reisen, um im Dezember bei der jährlichen Uno-Klimakonferenz (COP25) in Chile dabei zu sein. Doch dafür muss sie kein Segelboot besteigen, das geht emissionsarm auch auf dem Landweg.

sun



insgesamt 199 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Anna-Lena19 29.07.2019
1.
Die jungen Leute um Greta und Luisa Neubauer gehen jeden Freitag auf die Straße um für den Umweltschutz zu demonstrieren. Dabei ist es für sie zweitrangig, dass sie durch das Fernbleiben vom Unterricht persönliche Nachteile (schlechtere Noten, die letztlich in den meisten Fällen zu einem geringeren Einkommen führen) erleiden oder hier im Forum regelmäßig diffamiert werden. Die Erwachsenen hingegen gründen Bürgerinitiativen um gegen Stromleitungen zu demonstrieren, die Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren. Und dies ist nur ein Beispiel, denn auch Schnellstrecken der Bahn wollen sie nicht in ihrer Nähe haben. Es scheint mir, als wäre die ältere Generation, anders als die Jugend, stärker am Erhalt des Erreichten interessiert, zum Schutz persönlicher Vorteile wie der beruflichen Stellung oder dem Wert des Eigenheims. Die Jugend hingegen kümmert sich ehrlich um die Zukunft der Menschheit.
Sueme 29.07.2019
2.
Ich sehe da aber verdammt viel Kunststoff an dem Schiff! Schilfboot oder Holzfloß mit Leinensegel wäre schon deutlich umweltfreundlicher gewesen.
Newspeak 29.07.2019
3. ...
Eine PR Aktion, nicht mehr. Vielleicht koennte Greta das Klima noch mehr schuetzen, wenn sie daheim bliebe. Reden kann man auch per Videobotschaft halten. Macht sie aber nicht. Weil das keine so tollen Bilder und Reportagen gibt. Heuchelei ueberall.
emil7685 29.07.2019
4.
Es würde mich brennend interessieren, wie viele hundert oder gar tausend Tonnen CO2 dieser PR-Stunt erzeugt. Mit Hightech vollgestopftes Boot aus Carbonfaserkunstoff, vermutlich zwanzig Begleitboote und -Helikopter für Presse und Versorgung. Und Abermillionen Flugkilometer für die Logistik. Grandios. Schlimmer, krasser und peinlicher kann sich eine Umweltschutzbewegung eigentlich nicht mehr disqualifizieren. Aber naja. Ich bin mir ziemlich sicher dass die FFF-Bewegung nach Ende der Sommerferien sowieso tot ist. Die nächste medial durchs Dorf zu treibende Sau steht vermutlich schon bereit.
dieter-ploetze 29.07.2019
5. zugegeben, es ist elitaer
aber wie sonst soll man heutzutage glaubwuerdig bleben, unter den jetzigen umstaenden? auch ein beispiel der entschleunigung, was solls, dann dauerts eben 2-3 wochen. denn neben der uebervoelkerung ist auch der entfesselte kapitalismus an den heutigen lebensumstaenden, die zur umweltkatastrophe fuehren, verantwortlich. da heisst es, zeit ist geld. stimmt aber nur im turbokapitalismus und der ist abtraeglich fuer die erde und auch fuer den einzelnen menschen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.