Greta Thunberg in New York "Uns kann niemand stoppen"

Hunderte junge Leute haben sich zum ersten Uno-Jugendgipfel versammelt. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg sprach ihnen Mut zu. Generalsekretär Guterres zeigte sich beeindruckt.

Greta Thunberg vor dem Jugendgipfel der Uno
AP

Greta Thunberg vor dem Jugendgipfel der Uno


Am Tag nach den weltweiten Klimaprotesten hat die schwedische Aktivistin Greta Thunberg Jugendliche im Kampf gegen die Klimakrise bestärkt. Beim Jugendgipfel der Vereinten Nationen hielt sie eine kurze Rede.

"Gestern sind Millionen Menschen rund um den Globus marschiert und haben wirkliche Klimamaßnahmen verlangt, vor allem junge Leute", sagte die 16-Jährige in ihrer kurzen Ansprache in New York. "Wir haben gezeigt, dass wir geeint sind und dass uns junge Leute niemand stoppen kann."

Offiziellen Angaben zufolge wurden bei dem Treffen, das vor dem Klimagipfel mit Staats- und Regierungschefs am Montag stattfindet, etwa 700 Teilnehmer erwartet. Mit dem ersten Klima-Jugendgipfel erkennen die Vereinten Nationen die Bedeutung der von Thunberg entfachten weltweiten Bewegung für mehr Klimaschutz an.

Bei dem Treffen sollen die Aktivisten ihre Aktionen und Projekte vorstellen. Auch von jungen Leuten entwickelte Technologien für den Klimaschutz werden präsentiert. Die entwickelten Maßnahmen sollen den Staats- und Regierungschefs unterbreitet werden. Auch Uno-Generalsekretär António Guterres war bei dem Jugendgipfel dabei - vor allem als Zuhörer.

Trotzdem aber hielt auch Guterres eine Ansprache: "Das ist eines der Probleme der weltweiten Anführer: dass sie zu viel reden und nicht genug zuhören", sagte er. Noch vor einigen Jahren habe er sich entmutigt gefühlt angesichts des voranschreitenden Klimawandels und der mangelhaften Handlungen der Politiker. "Und plötzlich habe ich gespürt, dass da ein neuer Impuls war, der zunahm. Und der kam zu einem großen Teil von der Jugendbewegung", so Guterres.

Mittlerweile gebe es einen Wandel und Umdenken in der Politik, aber es müsse noch mehr getan werden, um das Rennen in der Klimakrise nicht zu verlieren. Einige Leute hätten ihn gewarnt, vorsichtig mit der Unterstützung der jungen Aktivisten zu sein. "Ich bin aber überhaupt nicht vorsichtig, ich ermutige euch, weiterzumachen." Seine eigene Generation müsse für ihren Umgang hinsichtlich des Klimas zur Rechenschaft gezogen werden.

Am Freitag hatten weltweit Millionen Menschen bei Streiks, Versammlungen und Protestzügen verstärkte Anstrengungen gegen die Erderwärmung gefordert.

brt/dpa/AFP

insgesamt 170 Beiträge
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three-horses 21.09.2019
1. Schon mal Gestern.
Etwas untergegangen ist die Anzahl der Teilnehmer in der NYC, So um die 250 Tausend. Bei der Ansprache der Greta immer noch über 100 Tausend. Die Rede war, die beste überhaupt. wird geschätzt. Die junge Frau war die ganze Zeit im Hintergrund zu sehen. Sie drängt sich nicht. Für das alles hatte die Greta auch der Zuspruch der 100 Tausend bekommen. Lautstark. Etwas früher kam auch die verschlafene Eminenz aus Germany zu Wort. Aber das war nichts von Welt der Greta. Es war made in Merkel und Company. Und genauso wertlos wie der Ruf der Dame.
birka12 21.09.2019
2. Greta Thunberg
Greta Thunberg wird ja völlig überbewertet. Dass die junge Generation immer weniger Kontakt mit den Politikern der heutigen Zeit gemeinsam haben zeigt sich doch schon seit langer Zeit. Woran es liegt? Die Politiker leben in einem Raumschiff und meinen sie hätten die Weisheit erfunden, klopfen sich selbst auf die Schulter und produzieren Aufrufe und Ziele die keinerlei Substanz haben, siehe "Klimagipfel" der GROKO. Sie bieten eben keine Alternative mehr, sie stehen noch immer an der gleichen Stelle wie seit ewigen Jahren. Aber die Zeit, die Zeit ist ihnen davongelaufen.
ronald1952 21.09.2019
3. Schon dieser
Spruch zeigt einem doch wie Weltfremd dieses Mädchen ist. Sie hat wirklich keine Ahnung vom Leben und all den Dingen und Strukturen die damit zusammenhängen. Aber mit diesem Gezicke über das Klima können sehr viele Politiker/innen schön vertuschen was wirklich so läuft und währen sich andere Aufregen und auf Demos gehen passt niemand mehr auf was unsere Politiker/innen so alles treiben und nicht nur bei uns.Also weitermachen wie bisher! schönen Tag noch,
wolfgang17 21.09.2019
4. Die größten Klimakiller!
Interessant ist, das die größten Klimakiller überhaupt nicht erwähnt werden, wie die Rüstungsindustrie mit Ihrem Rattenschwanz - Krieg, Zerstörung, Völkerwanderung ! Dabei gehört Deutschland mit zu den größten Exporteuren von Kriegsgerät!
ganzeinfach 21.09.2019
5. Greta hat's angerichtet
Nun sind Hundertausende in die Fusstapfen getreten und unterstützen die Bewegung. Chapeau Greta! Ein Umdenken kann nur in jungen Köpfen geschehen. Was die ergrauten Eminenzen gerade veranstalten ist vom letzten Jahrtausend. Wird sich leider nicht mehr ändern. Also frisch drauflos, liebe Follower, das wird schon. Jeder hat es selbst in der Hand. Und darin liegt die Macht. ganzeinfach
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