Recruiting an Schulen Britischer Geheimdienst wirbt um Mädchen

Beim britischen Geheimdienst arbeiten vor allem Männer. Das soll sich ändern - indem gezielt Schülerinnen für den Kampf gegen Cyberkriminalität rekrutiert werden.

Mädchen mit Tablet
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Der britische Abhördienst GCHQ setzt im Kampf gegen Onlinekriminalität auf junge Mädchen und startet einen Wettbewerb für Schülerinnen zwischen 13 und 15 Jahren. So sollen sie für die Arbeit beim Geheimdienst begeistert werden, schreibt die Behörde auf ihrer Homepage.

Frauen beteiligen sich bislang selten am Kampf gegen Internetkriminalität: Weltweit sei nur etwa jeder zehnte Mitarbeiter in dem Bereich weiblich, so der GCHQ. Der Wettbewerb "CyberFirst Girls Competition" könnte dabei helfen, die Situation in Großbritannien zu ändern, hoffen die Geheimdienstler.

"CyberFirst Girls Competition" steht allen Schulen in Großbritannien offen. Lehrer können Teams aus je vier Schülerinnen anmelden. In einer ersten Runde müssen die Mädchen Online-Tests in den Bereich Logik, Kodierung, Netzwerken und Kryptografie lösen. Die Aufgaben können am Schulcomputer erledigt werden.

Die zehn besten Teams werden Ende März zum Finale nach London eingeladen. Dort spielen sie den Ernstfall durch und sollen verdächtigen Aktivitäten im Internet nachgehen, wie beispielsweise bei einem Hackerangriff. Die Gewinner bekommen Computerausrüstung im Wert von 1000 Pfund für ihre Schule.

Die Aktion ist Teil einer Strategie der britischen Regierung für mehr Internetsicherheit. In den kommenden fünf Jahren will Großbritannien 1,9 Milliarden Pfund dafür bereitstellen.

Die britischen Geheimdienste setzen seit Längerem verstärkt auf weibliche Nachwuchskräfte. Zuletzt hatten sie laut "Telegraph" über soziale Netzwerke für Frauen wie "Mumsnet" um weibliches Personal geworben.

koe

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joergaac 02.02.2017
1. So nicht!
Wow...1000 Pfund für Schulcomputer gesponsert vom Geheimdienst. Welches Kind wird da nicht sofort schwach? Selbst mein Laptop war teurer. Zumindest mal nen iPad oder sowas hätte man für jede Siegerin springen lassen können. Dazu noch alle Jungs ausschließen damit der Wettbewerb auch noch einen Gender-Touch kriegt und man den Mädchen gleich vermittelt, dass sie mit Jungs ohnehin nicht konkurrieren könnten. Gerne können sie das ja irgendwie thematisch speziell auf Mädchen ausrichten, aber Jungs konsequent auszuschließen hat halt immer einen Beigeschmack.
unzensierbar 02.02.2017
2.
Na hoffentlich werden es auch nicht mehr Frauen beim Geheimdienst. Auch nicht mehr Männer! Cyberkriminalität geht für Behörden viel weiter als Pädophile im Internet oder vergleichbares. Es werden auch wesentlich mehr andere Sachen bekämpft. Und darauf habe ich keine Lust. Solange kein Mensch durch Cyberkriminalität Schaden erfährt reicht mir das. Zudem würde das alles der Regierung nur noch mehr Macht über das Internet geben.
mastbrot 02.02.2017
3.
Zitat von unzensierbarNa hoffentlich werden es auch nicht mehr Frauen beim Geheimdienst. Auch nicht mehr Männer! Cyberkriminalität geht für Behörden viel weiter als Pädophile im Internet oder vergleichbares. Es werden auch wesentlich mehr andere Sachen bekämpft. Und darauf habe ich keine Lust. Solange kein Mensch durch Cyberkriminalität Schaden erfährt reicht mir das. Zudem würde das alles der Regierung nur noch mehr Macht über das Internet geben.
Würden Sie nicht sagen, dass jemandem, dessen z.B. online banking gehackt wird, Schaden zugefügt wird? Und das das nicht vielleicht auch durch Institutionen der Regierung kontrolliert und geschützt werden sollte? Und bevor jetzt jemand schreibt, dass man so etwas ja nicht benutzen muss möchte ich daran erinnern, dass auch niemand Auto fahren MUSS. Dennoch freuen wir uns, dass die ganze Sache staatlich kontrolliert ist. Ein opferloses Verbrechen gibt es quasi nicht. Somit wird, egal wie man die Definition anlegt, immer irgendjemandem durch Cyberkriminelle Schaden zugefügt. Aber klar. Hauptsache die bösen Regierungen halten sich aus allem raus. Die gutmütige Natur der Menschen (gerade hinter der Maske der Anonymität des Internets!) wird schon keinen Schaden an anderen Menschen anrichten. Schließlich sind Meldungen von Leuten, die durch gezieltes Cybermodding mit Nachrichten der Geschmacksrichtung "bring dich um, du Versager", in den Suizid getrieben wurden vermutlich manipuliert, was?
collapsar 02.02.2017
4. angewandte pschychologie
Zitat von joergaacWow...1000 Pfund für Schulcomputer gesponsert vom Geheimdienst. Welches Kind wird da nicht sofort schwach? Selbst mein Laptop war teurer. Zumindest mal nen iPad oder sowas hätte man für jede Siegerin springen lassen können. Dazu noch alle Jungs ausschließen damit der Wettbewerb auch noch einen Gender-Touch kriegt und man den Mädchen gleich vermittelt, dass sie mit Jungs ohnehin nicht konkurrieren könnten. Gerne können sie das ja irgendwie thematisch speziell auf Mädchen ausrichten, aber Jungs konsequent auszuschließen hat halt immer einen Beigeschmack.
Es geht wohl darum, potentielle Kandidatinnen dem Gruppendruck von Mitschülern, Kollegium und Direktorat auszusetzen, sich für die Verbesserung der IT-Ausstattung zu engagieren. Da kann man nur empfehlen: 'Just say No'. Übrigens kriegt man für 1200 Euro schon einen richtig guten Laptop. Vielleicht nicht von Apple. MfG, Carsten
unzensierbar 02.02.2017
5.
Zitat von collapsarEs geht wohl darum, potentielle Kandidatinnen dem Gruppendruck von Mitschülern, Kollegium und Direktorat auszusetzen, sich für die Verbesserung der IT-Ausstattung zu engagieren. Da kann man nur empfehlen: 'Just say No'. Übrigens kriegt man für 1200 Euro schon einen richtig guten Laptop. Vielleicht nicht von Apple. MfG, Carsten
Vielleicht sollten sie meinen Beitrag noch einmal durchlesen. Ich sage, dass ich gegen solche Cybkriminalität bin, die Leuten Schaden zufügt. Dann gibt es aber auch opferlose Verbrechen, wie zum Beispiel einen Song mal kostenlos runterladen oder übers Darknet Marijuana bestellen, weil unsere tolle Regierung das dank der Tabakindustrie nicht legalisieren will.
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