Integration auf Italienisch Schule will Kinder und Einwanderer durch Mauer trennen

Mit Mauern hat man im italienischen Padua Erfahrung: 2006 wurde eine Stahlwand um ein Ausländerviertel gezogen. Nun entsteht in einer Grundschule der nächste Schutzwall: Er soll die italienischen Kinder von Immigranten trennen, die einen Sprachkurs besuchen.


Rom - Wie die Zeitung "Repubblica" am Sonntag berichtet, soll die Mauer den Eingang und den Hof vor der Schule in Padua im Nordosten Italiens in einen Bereich für Grundschüler und einen weiteren für die meist erwachsenen Einwanderer teilen, die in dem gleichen Komplex Italienisch lernen.

Die Entscheidung wurde demnach auf Initiative der Schulleiterin getroffen, bei der sich mehrere Eltern beschwert hatten. Diese wollten dem Bericht zufolge nicht, dass ihre Kinder von den Immigranten umgeben sind. Verbände, die sich für Einwanderer einsetzen, kritisierten den Vorstoß.

Für Diskussionen hatte in Padua bereits eine Stahlmauer gesorgt, die die Stadtverwaltung im August 2006 bauen ließ. Durch die mehr als 80 Meter lange und knapp drei Meter hohe Wand wollte die Behörde ein sogenanntes Problemviertel besser kontrollieren.

phw/AFP



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