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05. Mai 2015, 16:57 Uhr

Italien

Schüler protestieren gegen Bildungsreform

Lehrer sollen nicht mehr nach Arbeitsjahren, sondern nach Leistung bezahlt werden - so will es Italiens Premierminister Matteo Renzi. Doch die geplante Bildungsreform löst landesweite Proteste aus.

Gegen die geplante Bildungsreform der staatlichen Schulen in Italien haben am Dienstag Zehntausende Lehrer und Schüler demonstriert und damit das gesamte Schulwesen zum Erliegen gebracht.

Die Demonstranten versammelten sich zu Kundgebungen in Städten wie Rom, Mailand, Palermo, Catania und Bari. Zu dem Proteststreik hatten die wichtigsten Gewerkschaften sowie Lehrer- und Elternverbände aufgerufen. Regierungschef Matteo Renzi, der sich in Bozen aufhielt, versicherte, seine Regierung höre die Protestrufe.

Renzis Plan der "Guten Schulen" sieht vor, 100.000 Lehrer mit dauerhaften Verträgen einzustellen und die Höhe ihres Gehalts nicht nach Arbeitsjahren, sondern nach Leistung zu bestimmen. Zudem sollen Schuldirektoren mehr Entscheidungen treffen und eigenständig neues Personal einstellen dürfen. Renzi hatte drei Milliarden Euro für die Reform vorgesehen.

Die Gegner kritisieren, dass öffentliche Schulen durch die Reform unterfinanziert würden. Auch Hauptprobleme des Bildungssystems könnten durch die Reform nicht behoben werden.

kha/AFP/Reuters

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