Jugendmedientage "Der Konkurrenzkampf ist hart"

Von und Yasmin Ortega Quiñonez

4. Teil: Jonas, 20, schreckt der Journalismus ab, er wünscht sich mehr Sicherheit


Jonas aus Hamburg studiert International Management und macht nebenher sein Abitur
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Jonas aus Hamburg studiert International Management und macht nebenher sein Abitur

"Ich habe mir gerade einen Workshop von einem jungen Journalisten zum Thema "Gute Texte schreiben" angeschaut. Leider war das Niveau viel zu niedrig, 90 Prozent der Teilnehmer haben schon mal journalistisch gearbeitet, die kannten die Basics schon.

Ich habe auch schon für eine Schülerzeitung geschrieben und für Blogs. Auf der Veranstaltung hier interessiert mich der Bereich Public Relations, also wie man aus Unternehmenssicht mit Medien umgeht. Ich möchte nämlich in die Wirtschaft gehen und nicht mehr in den Journalismus. Das wollte ich mal, mich hat aber abgeschreckt, dass man eine sehr breite Allgemeinbildung und viele Kompetenzen braucht, dafür aber nicht sehr gut bezahlt wird. Vieles muss man sich selbst beibringen und der Konkurrenzkampf ist hart.

Ich habe gehört, dass man im Journalismus viele Praktika macht und hinterher häufig als Freiberufler arbeitet. Davor habe ich Angst, ich möchte mehr Sicherheit haben. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist der Journalismus und Medienbereich insgesamt ein beliebtes Berufsfeld, viele haben aber Sorge, dass sie damit nur bessere Taxifahrer werden. Oder dass man nicht der Journalist wird, den man ständig sieht oder liest, der reist und interessante Menschen trifft, sondern einer, der für eine Lokalzeitung über Kaninchenzuchtvereine schreibt. Einige versuchen daher, sich schon früh so aufzustellen, dass sie auch woanders arbeiten könnten."



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