Kinderzeichnung aus Kreide Eltern müssen doch kein Bußgeld zahlen

Eine Siebenjährige malte mit Kreide drei Parkplätze vors Haus - und das Ordnungsamt schritt ein. Damit löste die Stadt Neuruppin bundesweit Unverständnis aus. Jetzt wurde noch mal geprüft.
Kind malt ein Kreidebild (Symbolbild)

Kind malt ein Kreidebild (Symbolbild)

Foto: Philipp Schulze/ picture alliance / dpa

Im Streit um die Kreidemalerei einer Siebenjährigen in einer Spielstraße hat die Stadt Neuruppin das Bußgeldverfahren eingestellt. Dies habe das Ordnungsamt nach erneuter Prüfung des Falls beschlossen, teilte die Stadt der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit.

Das Mädchen hatte am Himmelfahrtstag ein "P" und Markierungen für drei Parkbuchten auf die verkehrsberuhigte Straße vor der Wohnung der Familie in Brandenburg gemalt. Es wollte damit den angekündigten Besuch begrüßen.

Das Amt leitete daraufhin ein Verfahren wegen Verunreinigung der Fahrbahn ein. Das Bemalen und Besprühen von Straßen sei laut Paragraf 4 der Stadtordnung verboten. Die Familie habe einen Tag Zeit, um die Kreidezeichnung zu entfernen, andernfalls werde eine Firma damit beauftragt, deren Kosten sie zu tragen habe, hieß es in dem Schreiben.

Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt. Das Haus der Familie liegt in einer Spielstraße, geparkt werden darf nur an wenigen Stellen - allerdings dürfte die Verwechslungsgefahr der offiziellen Parkplätze mit denen der Siebenjährigen wohl gering gewesen sein.

Die Familie des Mädchens hat die Kreideparkplätze bereits weggewaschen. Nun hat sich auch die Frage nach dem Bußgeld erledigt.

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lov/vet/dpa
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