Kita in Berlin Erzieherin soll Kinder gefesselt und fixiert haben

In einer Berliner Kita soll eine Erzieherin mehrfach Kinder misshandelt haben. Einem "taz"-Bericht zufolge gab es mindestens fünf solcher Vorfälle.

Kleinkind in der Kita (Symbolbild)
DPA

Kleinkind in der Kita (Symbolbild)


Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg soll es mehrfach zur Misshandlung von Kindern in einer Kita gekommen sein. Eine Erzieherin soll in mindestens fünf Fällen Schutzbefohlene gefesselt und fixiert haben. Das berichtet die Zeitung "taz". Ein Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bestätigte gegenüber der "taz" die Vorwürfe. Er sagte: "Wir halten den Fall für sehr ernst und gravierend." Die Vorwürfe seien sehr erheblich.

Unter anderem soll die Erzieherin im Herbst 2016 in mindestens fünf Fällen Kinder, die nicht schlafen wollten, mit Tüchern gefesselt und am Boden fixiert haben. Zudem soll sie in der Kita Kinder zum Essen gezwungen haben.

Die Trägergesellschaft der Kita, KUBIBE.Berlin gGmbH, bestätigte entsprechende Vorfälle. Geschäftsführer Thilo Schwarz-Schlüßler sagte, der betreffenden Erzieherin sei fristlos gekündigt worden. Gegen sie sei Strafanzeige erstattet worden. Die Leiterin der Kindertagesstätte sei von ihren Aufgaben entbunden worden.

Bereits im Februar hatte die Trägergesellschaft Hinweise auf mögliches Fehlverhalten erhalten, heißt es in dem Bericht weiter. Die Kita-Aufsicht wurde laut der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie jedoch erst im April eingeschaltet. Im selben Zeitraum hätten sich dann auch Dritte an die Kita-Aufsicht gewandt.

ler

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