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30. November 2015, 12:48 Uhr

Ausgezeichnet

Pädagogen aus Bayern holen Deutschen Lehrerpreis

Sie begeistern ihre Schüler mit Naturwissenschafts-Messen und Castingshows in der Aula: Nun wurden zwölf Pädagogen eines bayerischen Gymnasiums für ihr Engagement mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet.

Einmal im Jahr verwandeln Schüler des Gymnasiums Olching ihre Aula in ein Ausstellungsgelände. Auf der schuleigenen Wissenschaftsausstellung Science Fair präsentieren sie dann die Ergebnisse ihrer eigenen Forschungsprojekte oder kämpfen bei der Castingshow ("The Brain of Olching") um Anerkennung für ihre Einfälle.

Die Idee dazu hatte ein Team aus zwölf Lehrern des Gymnasiums Olching in der gleichnamigen Stadt in Bayern. Das Pädagogen-Team wurde nun mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet.

Der Preis wird seit sechs Jahren vom Deutschen Philologenverband und der Vodafone-Stiftung an Lehrer vergeben, die sich in hohem Maße an ihrer Schule engagieren oder einen besonders kreativen Unterricht gestalten. In diesem Jahr haben sich rund 3800 Schüler und Lehrer an dem Wettbewerb beteiligt, sich also mit ihren Projekten um den Preis beworben.

Über die Preisträger der Kategorie "Lehrer: Unterricht innovativ" entscheidet eine Jury, der unter anderem die rheinland-pfälzische Kultusministerin Vera Reiß (SPD) angehört, der Vorsitzende des Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger, sowie der Geschäftsführer der Vodafone-Stiftung, Mark Speich.

In der zweiten Kategorie ("Schüler zeichnen Lehrer aus") nominieren Schüler der Abschlussklassen Lehrer, die sie besonders beeindruckt haben. Einer der Ausgezeichneten ist Thomas Schubert, der am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium in Wuppertal Physik unterrichtet.

Die Schüler ernannten Schulz, weil er mit "Star Trek" und YouTube-Videos physikalische Phänomene erklärt und weil es eine seiner Schülerinnen ins deutsche Team für die Physik-Olympiade in Kasachstan geschafft hat, wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet.

Außerdem wurde der Berliner Lehrer Ronald Wappke von seinen Schülern für den Preis vorgeschlagen. Er sei "die richtige Mischung aus Kumpel und Respektsperson", beschreibt ein Schüler den Lehrer, wie es im "Tagesspiegel" heißt.

Neben Schubert und Wappke wurden zudem drei Lehrer aus Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet sowie je zwei aus Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen und je einer aus Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

kha/dpa

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