Arbeitskampf an Schulen Lehrer kündigen bundesweite Warnstreiks an

Angestellte Lehrer wollen in den kommenden zwei Wochen die Arbeit niederlegen. Die Warnstreiks werden einige Bundesländer besonders hart treffen.

Protestierende Lehrer und Schüler bei einem Warnstreik in Berlin (Archivbild): Arbeitsniederlegungen in den kommenden zwei Wochen
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Protestierende Lehrer und Schüler bei einem Warnstreik in Berlin (Archivbild): Arbeitsniederlegungen in den kommenden zwei Wochen


Potsdam - Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder sind vorerst zu keinem Ergebnis gekommen, deshalb soll es nun bundesweit Warnstreiks der Lehrer an den Schulen geben.

Das teilten die Gewerkschaften Ver.di und GEW in Potsdam mit. Die Termine für die Bundesländer sollen laut GEW-Sprecher Ulf Rödde jeweils 24 bis 48 Stunden vorher mitgeteilt werden. Stattfinden sollen die Streiks in den kommenden zwei Wochen, für kommenden Montag sei bislang noch kein Streik geplant.

Streiken können die 200.000 angestellten Lehrer, die knapp 600.000 verbeamteten Lehrer dürfen die Arbeit nicht niederlegen. Besonders betroffen werden die Bundesländer Sachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen sein - in diesen Ländern gibt es vergleichsweise viele angestellte Lehrer.

Das Ziel: Die angestellten Lehrer sollen besser tarifvertraglich abgesichert werden - uneins sind sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Höhe. Die Kernforderung der Gewerkschaften lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr.

Die Hauptgründe für das vorläufige Scheitern der Verhandlungen sind starke Differenzen über die betriebliche Altersvorsorge und über die tarifliche Eingruppierung der Lehrer.

Von den Streiks betroffen sind auch Uni-Kliniken, der Küstenschutz, Straßenwärter und die Landesverwaltungen insgesamt. Die Gewerkschaften verhandeln für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Die Gewerkschaften fordern zudem, dass das Ergebnis auch für die rund zwei Millionen Beamten und Pensionäre gelten soll.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mitte März angesetzt.

lgr/dpa



insgesamt 141 Beiträge
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f.t. 27.02.2015
1. Kurz vor den Abiturprüfungen...
...Ist dieser Termin aber alles andere als schülerfreundlich gewählt
1234eckstein 27.02.2015
2. pünktlich
zu den Hamburger Skiferien.
fairplay24 27.02.2015
3. Friedenspflicht
Wieso werden bereits von Warnstreiks angekündigt? Die zweite Verhandlungsrunde ist doch noch gar nicht gelaufen.... Damit signalisieren GEW und Verdi, dass sie kein Interesse an einer Einigung haben... Schade aber bei den Mitgliedern sieht es wahrscheinlich besser aus, wenn man streikt anstatt eine Lösung am Verhandlungstisch zu erzielen...
ren1622 27.02.2015
4. Streikende Lehrer
dürfte es nicht geben. Ein großes Lob an Vater Staat.
Ein_denkender_Querulant 27.02.2015
5. Weniger Beamter
Ja, es war schon ziemlich geschickt, immer weniger Lehrer zu verbreamten. Dann wird jetzt auch im Bildungswesen gestreikt, sehr gut. Wir bekommen im Neoliberalismus unsere Infrastruktur schon zerstört. Irgendwie müssen wir auf das Weltniveau absteigen. Nach geschlossenen Krankenhäusern, nicht fahrenden Zügen wird jetzt die Bildung sabotiert. Sauber gemacht Jungs!
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