Lexikon der Jugendsünden Colt Seavers und andere verbotene Serien

Mütter hassten, Kinder liebten sie: amerikanische TV-Actionserien. Für die einen war "Das A-Team" ein Pflichttermin, für andere das "Trio mit vier Fäusten". Lisa Seelig und Elena Senft sammelten diese und andere Jugendsünden in einem Buch. Diesmal: E wie "Ein Colt für alle Fälle".
Lee Majors ließ es als Stuntman krachen, in der Serie "Ein Colt für alle Fälle"

Lee Majors ließ es als Stuntman krachen, in der Serie "Ein Colt für alle Fälle"

Foto: ddp images

"Ein Colt für alle Fälle" gehörte zu den Serien des Nachmittagsprogramms, die Mütter sofort verboten, weil ständig Autos explodierten, Menschen an Brücken hingen oder sich Männer in der Nähe eines in die Luft fliegenden Hauses auf der staubigen Erde abrollten. Protagonist und Namensgeber der Serie war Colt Seavers (Lee Majors), ein kerniger Stuntman, der auch als Kopfgeldjäger arbeitete.

Unterstützt wurde er dabei von seinem etwas dümmlichen Cousin Howie Munson (Douglas Barr) sowie von Jody Banks (Heather Thomas), die eine in der Fernsehgeschichte unvergessene Szene lieferte, als sie in einem blauen Bikini und mit ihrer riesigen blonden Föhnfrisur durch eine Schwingtür in den Raum tritt.

"Ein Colt für alle Fälle" erreichte unter amerikanischen Krimiserien in Sachen Beliebtheit einen Sonderstatus. Vielleicht, weil Jody die engsten Jeans trug, alle Mädchen sich in Howie verknallten und Colts Pick-up (ein GMC Sierra Grande) mühelos über alle Abgründe und Hindernisse springen konnte.

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Peinlichkeiten von früher: Das Lexikon der Jugendsünden

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Serien wie "Das A-Team", "Sledge Hammer", "Trio mit vier Fäusten", "Hart aber herzlich" und "Simon & Simon" - alle warteten mit der richtigen Mischung aus Spannungs- und Verbrechenselementen sowie Klamauk amerikanischer Tradition auf - teilten sich die weiteren Plätze.

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