Streit über Matheklausuren Einige Hamburger Abiturienten dürfen in die Nachprüfung

Zehntausende Schüler haben gegen das diesjährige Matheabitur protestiert. In Hamburg könnten nun einige von ihnen ihre Note verbessern.

Abiturienten vor der Prüfung: Die Aufgaben in Mathematik waren in diesem Jahr offenbar schwieriger.
Bernd Wüstneck/DPA

Abiturienten vor der Prüfung: Die Aufgaben in Mathematik waren in diesem Jahr offenbar schwieriger.


Ein Teil der Hamburger Abiturienten darf eine zusätzliche mündliche Prüfung im Fach Mathematik ablegen. Das teilte die Hamburger Schulbehörde am Montag mit. Das Angebot gelte demnach für alle 1200 Schüler, die eine Abiturprüfung im Mathematik-Grundkurs abgelegt haben.

Die Prüfungsaufgaben im Grundkurs seien "relativ schwer" gewesen, erklärte die Behörde. Deshalb erhielten die betroffenen Abiturienten in Hamburg jetzt die Chance, ihre Note zu verbessern. "Mündliche und schriftliche Prüfung fließen jeweils zu 50 Prozent in die Endnote ein", heißt es in der Mitteilung. Für die etwa 1400 Schüler aus den Mathematikleistungskursen ändere sich jedoch nichts. Deren Aufgaben waren laut der Behörde angemessen schwierig.

Unmittelbar nach den schriftlichen Mathematikprüfungen hatten sich zahlreiche Abiturienten aus neun Bundesländern über die zu schweren Klausuren beschwert. Viele unterschrieben eine Onlinepetition für eine angepasste Bewertung.

Laut einer Lehrerbefragung ist in diesem Jahr der Notendurchschnitt in den Grundkursprüfungen im Abitur tatsächlich um eine Note schlechter ausgefallen. In der Regel liegt der Schnitt nach Angaben der Behörde zwischen 3,1 und 3,4.

jkl/dpa



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