Für bessere Noten Lehrer soll Nacktfotos von Schülerinnen gefordert haben

Strafbefehl für einen 37 Jahre alten Realschullehrer: Er soll Nacktbilder und Küsse von Schülerinnen verlangt haben - als Gegenleistung für bessere Noten.

Schülerinnen (Symbolbild)
imago/photothek

Schülerinnen (Symbolbild)


Ein Realschullehrer aus Niedersachsen soll mit mehreren Schülerinnen gechattet haben. In den Gesprächen soll er ihnen angeboten haben, ihnen bessere Noten zu geben, wenn sie ihn küssen.

Für ein Nacktfoto einer 14-jährigen Schülerin soll der Lehrer einem Mädchen ebenfalls eine bessere Note angeboten haben. Die Schülerin schickte ihm nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig das Nacktfoto sowie ein weiteres Bild zu, um ein angedrohtes Elterngespräch zu verhindern.

Gegen den 37-Jährigen wurde ein Strafbefehl mit einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten zur Bewährung erlassen, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Dem Lehrer sei auch die Zahlung von 5000 Euro auferlegt worden. Gegen diesen Strafbefehl hat der Lehrer Einspruch eingelegt. Es könnte daher eine öffentliche Verhandlung zu den Vorwürfen geben.

Der Lehrer ist freigestellt

Die Schülerinnen, die der Lehrer aufgefordert hatte, ihn zu küssen, gingen nicht auf das Angebot ein, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Wolters, berichtete. Diese Verfahren wurden allerdings eingestellt, weil die anderen Vorwürfe gegen den Lehrer schwerer wiegen.

Ein Sprecher der Landesschulbehörde in Lüneburg teilte mit, dass der Pädagoge von seinen schulischen Aufgaben freigestellt sei und nicht unterrichte. Gegen den Beamten laufe ein Disziplinarverfahren. Die Schulbehörde hatte die Anzeige selbst gestellt, nachdem dort eine entsprechende Meldung eingegangen war.

kha/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.