Nobelpreisträger-Biografien Wie wir wurden, was wir sind

Mit Kochsalz experimentieren, Funkgeräte basteln oder Frösche sezieren - Nobelpreisträger erzählen aus ihrer Jugend.


DPA
1. Teil: Günter Blobel, 71

Medizinnobelpreis für die Entdeckung von Signalen, die den Transport von Proteinen in der Zelle steuern


"Mein Studium wählte ich aus der Not heraus."

Das Interesse für die Wissenschaft entwickelte sich bei mir erst sehr spät. Die wichtigsten Impulse bekam ich eigentlich erst während meines Medizinstudiums von Menschen, die ich für ihre wissenschaftliche Arbeit bewunderte. Der Medizinnobelpreisträger George Palade von der Rockefeller University war sicherlich mein wichtigster Mentor.

Ich habe also keine Frösche seziert, als ich fünf Jahre alt war. Und mit sieben habe ich auch keine Radios gebaut. Ganz im Gegenteil: Ich war viel mehr an Musik, Literatur und Architektur interessiert.

Nobel-Quiz
AP
Sind Sie fit für den Nobelpreis?
Sagen wir, Sie sind schon Spitzenforscher und müssen nur noch bei der Verleihung eine gute Figur machen. Etikette, Small Talk, die ganze noble Zeremonie - dieses Quiz ist das Trainingslager.
Auch die Wissenschaft, die ich im Gymnasium kennenlernte, hat nichts in mir bewirkt. Mein Entschluss, Medizin zu studieren, entstand mehr aus einer Not heraus. Ich wusste nach dem Abitur einfach nicht, was ich machen sollte.

An der Medizin reizte mich, dass sie viele berufliche Möglichkeiten bot. Wenn ich so etwas heute in eine Studienbewerbung schreiben würde, würde ich vermutlich sofort aussortiert werden.

© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.