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18. April 2016, 07:01 Uhr

Kuriose Abiturfächer

Reif für Platt

Mecklenburg-Vorpommern will ein neues Abiturfach einführen: Plattdeutsch. Das wäre dann ein weiteres Nischenfach - neben Gesundheit, Voltigieren und Farsi. Ein Überblick.

Bildungsminister Mathias Brodkorb hat viel vor. Der SPD-Politiker will in Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Jahren 6,5 Millionen Euro für ein "Heimatprogramm" ausgeben, damit die Landesbevölkerung ein modernes Heimatgefühl entwickelt. Kern des Programms ist neben der Errichtung eines archäologischen Landesmuseums ein Maßnahmenbündel für Kitas und Schulen.

Einer der Punkte: Ab der 7. Klasse sollen die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern Plattdeutsch als zweite Fremdsprache belegen und das Fach an ausgewählten Gymnasien auch im Abitur wählen können. Dazu will Brodkob entsprechende Lehrbücher entwickeln lassen, an der Uni Greifswald soll ein "Kompetenzzentrum für die Didaktik des Niederdeutschen" eingerichtet werden.

Während die Plattdeutsch-Pläne tatsächlich umgesetzt werden sollen, stehen die Chancen für ein anderes Fach wahrscheinlich nicht ganz so gut: Der Berliner Entertainer Friedrich Liechtenstein, bekannt geworden durch seine "Supergeil"-Werbespots, hat sich für die Einführung eines Schulfachs "Lebenskunst" ausgesprochen. Den Schülern sollten dabei "Gelassenheit und Vertrauen ins eigene Bauchgefühl" beigebracht werden. Dazu, wie gegebenenfalls eine Abiturprüfung in Gelassenheit aussehen könnte, äußerte sich Liechtenstein nicht.

Das ist bei Plattdeutsch deutlich einfacher und könnte sich an anderen Sprachprüfungen orientieren. Und Plattdeutsch wäre nicht das erste Nischenfach, dass es in Deutschland zu Abiturwürden bringt: Auch in anderen Bundesländern gibt es Fächer mit Seltenheitsfaktor, die aber dennoch bundesweit anerkannt sind. Hier ist der Überblick.

him

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