Baden-Württemberg Realschule verbannt Jogginghosen vom Schulgelände

Die Jogginghose ist eine Freizeitklamotte - und hat im Unterricht nichts zu suchen, findet der Rektor einer Realschule in Rottenburg. Mit einem Verbot sorgt er nun für Aufregung unter den Schülern.

Junger Mann in Jogginghosen in Stuttgart (Archivbild)
DPA

Junger Mann in Jogginghosen in Stuttgart (Archivbild)


Mit Sport hat dieses Kleidungsstück für viele nichts mehr zu tun: Die Jogginghose gilt als ideale Ausrüstung für einen eher passiven Lebensstil - und gehört nach Ansicht eines Schulrektors aus Baden-Württemberg auf die heimische Couch statt in den Unterricht, berichtet das"Schwäbische Tagblatt".

Seine Realschule aus Rottenburg hat die Schlabberhose jüngst aus dem Schulalltag verbannt. Darauf hatte sich die Schule akribisch vorbereitet, berichtet die Zeitung: Ein Dreivierteljahr war die Regelung demnach in Vorbereitung. Nun heißt es in der neuen Schulordnung, die dem SPIEGEL vorliegt: "Wir kleiden uns in der Schule angemessen. Unsere schulische Kleidung unterscheidet sich von unserer Freizeitkleidung."

Was "angemessen" ist, wurde dem Bericht zufolge heiß diskutiert - und das Verbot der Jogginghose "war am Anfang ein Riesen-Thema", sagte Rektor Hartmut Schänzlin demnach. Manche Schüler hätten ihm sogar gesagt: "Ich habe gar keine anderen Hosen."

Verbot von Kaugummi und Energydrinks

Kleiderordnungen an Schulen waren in der Vergangenheit schon häufiger ein Aufreger - besonders, wenn es um "freizügige Kleidung" ging.

Neben der Bekleidung regelt die Schulordnung der Realschule in Rottenburg auch, dass Kaugummis und Knabberwaren wie Chips auf dem Schulgelände verboten sind. Damit solle Müll vermieden werden.

Auch der Konsum von Energydrinks, stark koffein- oder zuckerhaltigen Getränke ist laut Schulordnung nicht gestattet - um den Lernerfolg nicht zu behindern.

sun



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