Schüler als Schlumpfdieb Sagt mal, von wo kommt ihr denn her?

Sollte es ein privates Schlumpfdorf werden? Schlümpfe im Wert von mehr als 500 Euro mopste ein junger Belgier an einer Supermarkt-Kasse. Während seine Mutter Wache schob, lud sich der 13-Jährige Dieb die Taschen voll. Er und seine Komplizin wurden mit Videobeweis überführt.

DPA

In Belgien liebte ein Junge die Schlümpfe offenbar so sehr, dass er dadurch zum Dieb wurde. Für eine Werbeaktion stellte eine Supermarktkette eine große Menge Schlümpfe bereit, die in Belgien bis zum Start den Kinofilms "Die Schlümpfe" an treue Kunden verteilt werden sollen - für den Jungen wohl eine unwiderstehliche Chance, sich ein eigenes Schlumpf-Imperium aufzubauen.

Der 13-Jährige steuerte am Freitagmittag in einer Filiale der Delhaize-Supermarktkette in Gent gezielt eine geschlossene Kasse an und stopfte sich die kleinen blauen Figuren in seine Kleidung, teilte die Polizei am Montag mit. Dabei wähnte er sich offenbar in Sicherheit, denn seine 53-jährige Mutter hatte sich ebenfalls an der Kasse postiert und stand Schmiere.

Angestellte des Supermarkts wurden jedoch auf den Schlumpf-Dieb und seine Komplizin aufmerksam, später wurde der Junge auch auf Bildern einer Überwachungskamera wiedererkannt. Bei der Polizei zeigten sich Mutter und Sohn reumütig und gaben den Diebstahl der Figuren zu. Zwar handelte es sich nur um Werbegeschenke, der Junge erbeutete aber Plastik-Schlümpfe im Wert von 572,99 Euro.

Für ein eigenes Schlumpfhausen wäre der illegal angehäufte Schlumpfberg ohnehin ein schlechter Start gewesen. Denn wie singt Vader Abraham, Komponist des Schlumpfliedes, gleich im ersten Satz des Kinderliedklassikers: "Sagt mal, von wo kommt ihr denn her?" Ein schlechtes Gewissen ist da beinahe garantiert.

fln/AFP



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