Lehrerirrtum in Niedersachsen Schüler gingen ein Jahr länger als nötig zur Schule

Ein kurioser Fall beschäftigt die niedersächsische Schulbehörde: Weil Lehrer sich bei ihrer Abschlussnote verrechneten, mussten zwei Schüler ein Jahr länger zur Schule gehen.


An einer Gesamtschule im Kreis Schaumburg sollen zwei Jugendliche ein Jahr länger als nötig die Schulbank gedrückt haben, weil Lehrer sich bei der Berechnung der Abschlussnote geirrt hatten. Nach einem Bericht der "Schaumburger Nachrichten" wollten die beiden eine gymnasiale Oberstufe besuchen, um Abitur zu machen. Dafür brauchten sie einen sogenannten erweiterten Sekundarstufe-I-Abschluss ihrer Gesamtschule.

Die Schulleitung habe die Noten in den Zeugnissen vor einem Jahr jedoch verkehrt interpretiert, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die niedersächsische Landesschulbehörde. Die Betroffenen hätten eigentlich bereits im vergangenen Jahr ihren erweiterten Sekundarstufe-I-Abschluss geschafft und dann eine Oberstufe besuchen können.

Ins Rollen sei der Fall gekommen, als sich eine der Betroffenen jetzt bei ihrem Lehrer erkundigte, warum ihr Zeugnis diesmal gut genug sei, obwohl sich an ihren Noten kaum etwas geändert habe. "Wir sind mit der Schulleitung zu dem Ergebnis gekommen, dass die Schüler bereits im vergangenen Jahr ihren erweiterten Sek-I-Abschluss erreicht hatten", sagte die Sprecherin der Landesschulbehörde, Bianca Schöneich, den "Schaumburger Nachrichten".

asa/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.