Schule in Japan Lehrerin nahm Fingerabdrücke von Schülern

Weil eine japanische Grundschullehrerin sich über ein Graffiti ärgerte, griff sie zu ungewöhnlich rabiaten Mitteln: Alle 30 Schüler mussten antreten, um sich die Fingerabdrücke abnehmen zu lassen. Die Eltern waren nicht amüsiert.


Vorsicht, Lehrerin ermittelt: Zeigt her eure Finger
AP

Vorsicht, Lehrerin ermittelt: Zeigt her eure Finger

Wegen eines Graffitis auf der Tafel hat eine Grundschullehrerin Fingerabdrücke von ihren Drittklässlern genommen. Wie japanische Medien berichteten, hatte jemand das Wort "Idiot" auf die Tafel gekritzelt. Da sich unter ihren 30 Schülern keiner als der Übeltäter zu erkennen geben wollte, nahm die junge Lehrerin zwei Tage später mit Hilfe eines durchsichtigen Klebebands allen Kindern ihre Fingerabdrücke ab.

Als Eltern kritisierten, die Lehrerin sei mit ihrer sonderbaren Methode eindeutig zu weit gegangen, entschuldigte sich die Schulleitung. Auch nach Auffassung der Schulbehörde in Isesaki hat die Pädagogin die "Menschenrechte nicht genügend berücksichtigt". Kurz nach dem skurrilen Vorfall schied die Lehrerin aus dem Schuldienst aus - offiziell aus gesundheitlichen Gründen.




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